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Als wahrer Klassiker ist der König der piemontesischen Weine immer interessant – vorausgesetzt Preis und Qualität passen zusammen. Seine „Majestät“ Angelo Gaja nannte ihn einmal „eine Art John Wayne unter den Weinen“ – den Barolo. Was die Kraft, Urwüchsigkeit und gelegentliche Ruppigkeit betrifft, stimmen wir Gaja zu. Doch gute Baroli haben auch etwas, das man John Wayne nicht gerade nachsagen konnte: Eleganz.
Wie alle großen Klassiker erlebt der Barolo seine „Ups & Downs“. Vor 20 Jahren einer der angesagtesten Weine, litt er später an exorbitanten Preissteigerungen binnen kurzer Zeit, die viele Fans der ersten Stunde vergraulten. Hier das Wichtigste über Barolo: • Barolo zeichnet sich durch enorme Kraft, Fülle und Langlebigkeit aus, ist körper-, säure- und tanninreich, erst nach längerer Reifezeit trinkbar. In seinem komplexen Aromaspektrum mag man Pflaumen, dunkle Kirschen, Tabak, Bitterschokolade, Lakritze, Leder, Teer, schwarze Oliven, Kräuter und – ganz typisch – Erde, Pilze und Unterholz erkennen.
• Moderne Ausbaumethoden und subtilerer Holzeinsatz, teilweise unter Verwendung von Barriques, machen den in seiner Jugend harten und tanninreichen Wein heute eleganter, geschmeidiger und eher trinkbar als in früheren Jahren.
• Nebbiolo, jene Traube, aus der der nach dem gleichnamigen Dorf benannte Barolo erzeugt wird, ist ein vorzügliches Medium, um die Eigenheiten des jeweiligen Weingartens zum Ausdruck zu bringen. So wie im Burgund oder in der Wachau hat es daher durchaus Sinn, Weine aus einzelnen Weingärten (in Frankreich heißt solche Einzellagen-Weine „Crus“) zu produzieren.
• Baroli sind keine Happy go lucky-Drinks, sondern anspruchsvolle Weine: Sie brauchen mehrere Jahre Reife, bis sie überhaupt auf den Markt dürfen, dann mehrere Jahre, bis sie richtig gut sind, dann Zeit im Glas, um sich zu entwickeln. • Barolo sollte – wie im Piemont – immer zum Essen getrunken werden: rotes Fleisch, Wild, kräftige Pastagerichte, aromatische Käsesorten, Pilzgerichte. Gute Baroli zu einem vernünftigen Preis Zu jenen Barolo-Winzern, deren Weine ein hervorragendes Preis-Qualitätsverhältnis bieten, zählen Sergio Germano und Roberto Massolino. Beide führen in Serralunga d’Alba relativ kleine (13 bzw. 25 Hektar), traditionelle Familienweingüter, deren Weinberge praktisch nur in aufwändiger Handarbeit bewirtschaftet werden können. Sergio und Roberto zählen zu jener Generation von Piemont-Winzern, die wissenschaftliche Erkenntnisse und professionelle Ausbildung im Weinbau mit den Traditionen der Region ideal verbinden. Der nicht zuletzt durch die kalkhaltigen Böden geprägte „Serralunga-Stil“ zeichnet sich durch Kraft, präsente Tannine und Langlebigkeit der Weine aus.
• Barolo Serralunga: preisgünstiger Einstiegs-Barolo, jüngere Reben, die in mehreren verschiedenen Lagen um das Dorf Serralunga wachsen Alle Baroli von Massolino werden im Keller gleich ausgebaut, geschmackliche Unterschiede gehen also ausschließlich auf Lage, Boden, Mikroklima und Alter der Rebstöcke zurück.
• Barolo DOCG: aus den Trauben verschiedener Lagen produzierter Wein mit sehr gutem Preis-Qualitätsverhältnis
Den Weingarten Parafada kaufte Giovanni Massolino, der Vater der heutigen Betriebsleiter Roberto und Franco, im zarten Alter von 17 Jahren und brauchte – als Minderjähriger – die Unterschrift seiner Mutter für den Kaufvertrag. • Barolo Riserva Vigna Rionda: der Top-Wein des Gutes aus der gleichnamigen Einzellage, beste Trauben, vereint Kraft und, vier Jahre im großen Holzfass, geringe Mengen, 3 Gläser im Gambero Rosso, für Barolo-Kenner. die Weine von Roberto Massolino zur Übersicht |
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