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Cherchez la femme!

Dorli Muhr gehört zu jenen Winzern, die einen neuen, gleichzeitig klassischen Wein-Stil propagieren: frisch, mineralisch, fein, schlank, elegant.

Die diplomierte Übersetzerin hat die moderne österreichische Wein-PR praktisch „erfunden“ und eine heute ausschließlich aus Frauen bestehende, sehr erfolgreiche Agentur gegründet: Dorli Muhr.

Nach fast 20 Jahren Wein-Marketing wollte sie dann nicht mehr nur die Weine anderer bewerben, sondern auch ihre eigenen produzieren. Muhr begann 2002 gemeinsam mit dem Portugiesen Dirk van der Niepoort (ihrem damaligen Ehemann), am Spitzerberg im Weinbaugebiet Carnuntum einen Blaufränkisch-Weingarten zu bewirtschaften. Später kamen weitere Blaufränkisch-Rebflächen in der eher für Zweigelt bekannten Region hinzu.

Carnuntum, Burgund, Portugal

Die unter dem Label Muhr-van der Niepoort vermarkteten Weine nahmen durch den Einfluss des Portugiesen Inspirationen aus Burgund und aus der Portweinproduktion auf. So werden die Trauben teilweise mit den Füßen gestampft. Dunkle Farbe – sonst typisch für österreichische Rotweine – ist weniger wichtig als Frische, feine Tannine und seidige Textur.

Mit dem „Carnuntum“ produziert Muhr einen Basiswein aus verschiedenen Blaufränkisch-Lagen, die beste Qualität wird als „Spitzerberg“ abgefüllt. Für die Vinifikation ist der südafrikanische Önologe Craig Hawkins zuständig.
Das Sortiment der Blaufränkisch-Weine wird von einem burgundisch anmutenden Grünen Veltliner mit dem Namen „Prellenkirchen Weiß“, einem würzigen Syrah und der Cuvée „Rote Erde“ aus Syrah, Merlot und Cabernet Franc ergänzt.

Frische & Eleganz

Die kalk- und schieferhaltigen Böden, auf denen Muhrs Reben wachsen, prägen die Weine, geben ihnen feine florale, mineralische Aromen. Zusammen mit frischer Säure, relativ wenig Alkohol und Verzicht auf den Vanille-Touch neuer Barriques ergibt dies einen Weinstil, der (wieder) sehr gefragt ist.
Jetzt, da mehr und mehr anspruchsvolle Weintrinker der schweren, breiten Rotweine überdrüssig werden und das Feine, Elegante, Finessenreiche suchen, gewinnen die Weine von Dorli Muhr zunehmend an Beliebtheit.

Internationale Aufmerksamkeit

Gemeinsam mit anderen Vorreitern des „neo-klassischen“ Blaufränkisch-Stils finden Dorli Muhrs Weine auch international Anerkennung. So etwa lobte Jancis Robinson, einflussreiche Grande Dame des Weinjournalismus, in der Financial Times unter dem Titel „A new Austrian Empire“ die Sorte Blaufränkisch und die diesbezüglich „üblichen Verdächtigen“ – wie etwa Roland Velich, Silvia Prieler, Hannes Schuster, Ernst Triebaumer. Muhr-van der Niepoort, so Robinson, „ ...seems to be able to demonstrate an almost Pinot Noir-like aspect to this very promising grape variety.“

Auch der San Francisco Chronicle hob im Rahmen einer Österreich-Verkostung ausdrücklich die Blaufränkisch-Weine von Roland Velich und Dorli Muhr hervor. Der englische Decanter zählt die Winzerin zu den „Top-Producers“ in Carnuntum, und das US-Fachmagazin The International Wine Review gab dem Blaufränkisch Spitzerberg 2007 93 Punkte, dem
Blaufränkisch Carnuntum 2007 91 Punkte.

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