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Neben Barolo, Barbaresco und Barbera hat es der häufig unterschätzte Dolcetto nicht leicht. Dabei ist er ein schöner Wein für jeden Tag.
Barolo, Barbaresco, Barbera: Das sind die großen drei Rotweine des Piemont. Doch es gibt einen vierten, weniger bekannten, vielfach unterschätzten: Dolcetto.
Trotz seines irreführenden Namens (Dolcetto = der kleine Süße) ist der Wein eben nicht süß, sondern trocken. Benannt ist er nach der Rebsorte, aus der er produziert wird: eine autochthone – alteingesessene – Traube des Piemont, die sich mindestens bis ins Jahr 1.000 zurückverfolgen lässt und aus der Gegend um Monferrato zwischen Genua und Turin stammen dürfte. Der Dolcetto ist der ideale Einstieg in das Piemont: sehr budgetfeundlich, relativ weich und lebendig. Ein Rotwein für jeden Tag, mit einer frischen, verführerischen Frucht nach roten Beeren, er wird meist jung – zwei bis drei Jahre nach der Ernte – getrunken. Sogar bei Großmeistern ihres Faches, wie etwa Elio Altare oder Domenico Clerico, bekommt man einen vorzüglichen Dolcetto um 12,– bis 14,– Euro, der alles bietet, was von einem Dolcetto erwartet wird: ein sauberer Tischwein für den Alltag und ein guter Begleiter zu vielen einfachen Mahlzeiten, weil er in Bouquet und Geschmack sehr harmonisch ist, aber weder zu viel Alkohol noch zu viel Säure hat – und sehr „süffig“ ist. Dolcetto Visadi 2008, Domenico Clerico Dolcetto d`Alba 2009, Elio Altare zur Übersicht |
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