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Roland Velich, Hannes Schuster und ihr Projekt „Jagini“ Die New York Times hatte schon vor geraumer Zeit ihre Vorliebe für Bläufränkisch-Weine aus Österreich entdeckt. Erst vor wenigen Wochen wieder titelte der NYT-Prophet dieser autochthonen österreichischen Rebsorte, Eric Asimov, begeistert: „A Complex Red With an Austrian Accent“. Zu Asimovs Lieblings-Blaufränkisch-Winzern zählt Roland Velich. Er füllt seine im Mittelburgenland produzierten Weine unter dem Label „Moric“ ab, definiert seit einigen Jahren die Stilistik des Blaufränkisch neu und setzt damit ungeahnte Maßstäbe. Und eben jener Roland Velich hat im jungen Hannes Schuster aus St. Margarethen einen „,Bruder im Geiste des Blaufränkisch“ gefunden: Die den beiden gemeinsame Begeisterung für diese wohl vielversprechendste österreichische Rotweinsorte heißt „Jagini“, benannt nach dem alten kroatischen Hausnamen der Schusters. Die beiden Burgenländer produzieren im Rahmen dieses Projekts auf derzeit drei Hektar in verschiedenen Lagen rund um Zagersdorf einen gleichnamigen Blaufränkisch, der erstmals im Frühjahr 2010 auf den Markt kam, mehr als zwei Jahre nach der Lese. Der „Jagini Zagersdorf“ folgt von der Idee her erkennbar dem französischen Cru-Konzept: die Eigenheiten des Bodens, Kleinklimas und der Arbeitsweise des Winzers sollen durch die Rebsorte möglichst prägnant zum Ausdruck gebracht werden. Es ist ein Wein, wie könnte es bei diesen beiden Botschaftern des neuen Blaufränkisch anders sein, mit ganz eigener Stilistik: finessenreich, elegant, feinwürzig, fruchtig (Himbeer, Erdbeer, Marzipan, Zimt), dank der Kalkböden mineralisch, mit guter Säure für schönen Trinkfluss, kein neues Holz ist zu spüren, aus mehrere Jahrzehnte alten Reben in Weingarten und Keller sehr sorgfältig und naturnahe bearbeitet, mit Naturhefen spontanvergoren. Stilistisch angesiedelt – um in Roman Velichs Terminologie zu bleiben – im Dreieick zwischen feinwürzigem Syrah der nördlichen Rhône, tanninbetontem Nebbiolo aus dem Piemont und seidig-elegantem Pinot Noir aus Burgund – ist der „Jagini Zagersdorf“ dennoch ein Wein für sich selbst, ein Orginal mit eigenständigem Charakter. Das Jagini-Projekt von Velich und Schuster dürfte einmal mehr die Vermutung bestätigen, wonach Blaufränkisch das größte Potenzial hat, sich dauerhaft international als ernst zu nehmender, eigenständiger, typisch österreichischer Rotwein zu profilieren – „A Complex Red With an Austrian Accent“, wie die New York Times schrieb. zur Übersicht |
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