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Alvaro Palacios und seine Rioja-Weine.
Heute gehört Alvaro Palacios zu den besten und einflussreichsten Winzern Spaniens. Seine Familie betreibt in Alfaro, im äußersten Osten der Rioja, seit 150 Jahren Weinbau. Doch vor 25 Jahren wollte der junge Palacios auch die Weinwelt jenseits der Pyrenäen kennen lernen und ging nach Frankreich. Danach kehrte er aber vorerst nicht auf das Weingut seiner Vorfahren in die Rioja zurück, sondern ging neue Wege und baute ab 1989 sein eigenes, sehr erfolgreiches Weingut im Priorat auf.
Der „verlorene Sohn“ kehrt endlich heim Erst nach dem Tod seines Vaters José Palacios Remondo, der in der Rioja wichtige Aufbauarbeit geleistet, aber sehr traditionell gearbeitet hatte, übernahm „der verlorene Sohn“ Alvaro im Jahr 2000 auch das Familienweingut „Palacios Remondo“ und begann mit dramatischen Änderungen.
Von seinen Lehr- und Wanderjahren, u. a. auf Château Petrus, hatte er viele neue Ideen für seine Arbeit nach Spanien mitgebracht, die er nun auch auf dem Familienweingut umsetzte: den Vorrang der Qualität, die Achtung vor Traditionen, die Liebe zu den Reben und Böden, die Idee authentischer, charaktervoller Weine aus alten Rebstöcken.
Ungeschliffener Diamant Kaum ein Stein blieb auf dem anderen: Palacios stellte das Weingut auf biodynamische Landwirtschaft um, reduzierte drastisch die Erträge im Weingarten, erneuerte die technische Ausrüstung im Keller, führte die Rotweingärung in großen Holzbottichen ebenso ein wie das französische Barrique, trieb die Qualität kompromisslos nach oben und reduzierte die Anzahl der produzierten Labels auf die Hälfte.
Vor allem mit dem enormen Qualitätspotenzial des noch vom Vater bepflanzten La Montesa- Weinbergs und dessen alten Tempranillo- und Garnacha-Weinstöcken hatte Alvaro einen, damals freilich noch ungeschliffenen Diamanten in der Hand, der es in Verbindung mit seiner unerschöpflich scheinender Energie ermöglichen sollte, das Weingut binnen kurzem in die Elite der Rioja zu führen.
Schlüssel zur Qualität Bei all den Neuerungen gilt Alvaros Konzentration stets den Weingärten, die er von rund 20 Arbeitern rund ums Jahr penibel pflegen und bearbeiten lässt: „Der wichtigste Schlüssel zur Qualität ist die Bio-Diversität im Weingarten – vom Rebstock über die dazwischen wachsenden Kräuter bis zum Schmetterling. Die biologische Landwirtschaft bringt alle Aromen des Bodens und des Weingartens in den Wein.“
So zeigt der La Montesa, das Aushängeschild des Weinguts und der „mediterranste Wein der Rioja“ (Palacios), neben dunklen Fruchtnoten auch Kräuteraromen nach Thymian und Rosmarin.
Verzaubernde Musik Während sonst Tempranillo die Rioja-Rebe Nummer 1 ist, favorisiert Palacios hier ganz im Osten der Region, in der Rioja Baja, die Garnacha-Traube. Das vom Mittelmeer stark beeinflusste, heiße und trockene Klima sei ideal für diese Rebsorte. Auch bei Neuanpflanzungen gibt er der Garnacha den Vorzug. Ihr gilt seine Leidenschaft und sein Herzblut. Alvaro Palacios: „Sie ist die typische und authentische Rebe unserer Region. Garnacha ist Natur und Geschichte, sie ist wie verzaubernde Musik.“
Die Weine von Palacios Remondo
• La Vendimia: Rioja Tinto aus Garnacha/Tempranillo, junger Wein, fruchtbetont
• La Montesa: Rioja Crianza aus Garnacha/Tempranillo/Mazuelo, tolles Preis-Leistungsverhältnis, das „Flaggschiff“ des Weingutes
• Propiedad: Selektion der besten Partien des Weingutes, Garnacha/Tempranillo/Mazuelo, komplex, höchster Ausdruck der Qualitätsphilosophie Palacios’ • Plácet: sehr interessanter Weißwein aus Viura-Trauben, in großen Holzfässern vergoren und gereift
Palacios Remondo
Alvaro Palacios
Descendientes de J. Palacios
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