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Perwolff & Co

Österreichs rote Top-Cuvées des Jahrgangs 2009 sind bei uns eingetroffen!

Als österreichische Winzer nach dem „Weinskandal“ (1985) begannen, Rotweine auf Qualitätsniveau zu produzieren, ließen sie sich von berühmten Vorbildern inspirieren: einerseits von Bordeaux, andererseits von den damals Furore machenden Super-Toskanern Tignanello, Sassicaia oder Ornellaia, die ihrerseits selbst wieder von Bordeaux geprägt waren.

Diese großen Vorbilder hatten etwas gemeinsam: Es waren Cuvées und sie waren im Barrique ausgebaut.

Spätestens in den 1990er-Jahren pflanzte jeder österreichische Rotweinwinzer, der etwas auf sich hielt, Cabernet Franc und Merlot, da und dort auch Syrah an. Und lege sich Barriques in den Keller. Die neuen Sorten sollten dem heimischen Zweigelt und dem Blaufränkisch Eleganz, Weichheit und Alterungspotenzial, das kleine Fass dem Wein den – damals – begehrten Eichen- und Vanille-Touch geben.

Die binnen kurzer Zeit im Inland sehr beliebten Rotwein-Cuvées begründeten das „österreichische Rotwein-Wunder“ und gaben der Nation das Gefühl: „Jetzt können auch wir in Österreich große Rotweine machen.“

Heute zählen diese leicht zugänglichen Cuvées zu den beliebtesten österreichischen Rotweinen und dürfen auf keiner heimischen Weinkarte fehlen.

Die Winzer gaben diesen Weinen mehr oder weniger phantasievolle Namen, meist jenen der Rieden, aus denen die Trauben stammen:

Perwolff von Reinhold Krutzler (Blaufränkisch mit etwas Cabernet)
Rosenberg von Gerhard Markowitsch (Zweigelt, Merlot, Cabernet)
Bärnreiser von Philipp Grassl (Zweigelt, Merlot, Blaufränkisch, Cabernet)
Gabarinza von Gernot Heinrich (Zweigelt, Blaufränkisch, Merlot)

• Claus Preisinger war etwas kreativer und wählte für seine Blaufränkisch-Merlot-Zweigelt-Cuvée das hochtrabende „Paradigma“ – Vorbild, Beispiel, Weltanschauung.

• Geheimnisvoll-dunkel der Name von Walter Kirnbauers Top-Wein aus Blaufränkisch, Cabernet, Merlot und Syrah: Das Phantom“ so der Winzer, sei die „erste Cuvée Österreichs“ gewesen.

• Paul Kerschbaums „Impresario“ aus Blaufränkisch, Zweigelt und Merlot ist nach dem lateinischen Begriff für „Intendant, Künstleragent“ benannt.

• Hans Nittnaus benannte seinen „Comondor“ aus Merlot, Blaufränkisch, Zweigelt „ganz pannonisch“ nach einer historischen, ungarischen Hirtenhunderasse.

• Ernst Triebaumers Spitzen-Cuvée heißt – dem Naturell des Winzers entsprechend – schlicht und einfach „Cabernet Merlot“. Der „Maulwurf“ aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot schließlich ist nach Triebaumers Spitznamen benannt – wohl eine Anspielung an seine beständigen „Kellererweiterungen“.


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