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Sergio Germano aus Serralunga d’Alba bietet mit den traditionellen Sorten Barolo, Barbera und Dolcetto ein klassisches Piemont-Programm. Selten und interessant: der weiße Nascetta. Sergio Germano zählt zu jener neuen Generation von Piemont-Winzern, die wissenschaftliche Erkenntnisse im Weinbau, moderne Technologie und die Traditionen des Piemont ideal verbinden. Germano führt gemeinsam mit seiner Frau Elena in Serralunga d’Alba ein 15 Hektar großes Familienweingut. Er pflanzt hauptsächlich Nebbiolo-Trauben (daraus wird der nach einem Weinbaudorf „Barolo“ benannte Wein produziert), weiters Barbera, Dolcetto und Chardonnay. Der studierte Önologe kehrte nach Lehr- und Wanderjahren Anfang der 1990er-Jahre auf das Familienweingut zurück, modernisierte den Keller und füllte erstmals die Weine selbst ab. Im Weinberg und im Keller arbeitet Sergio handwerklich. Er respektiert den Stil des Weines, wie ihn sein verstorbener Vater Ettore (nach dem das Weingut noch heute heißt) machte: regionstypisch, kompromisslos, niemals breit oder holzlastig. Es sind keine gefälligen, modern und international gemachten Weine mit vanilliger Süße, die von allzu forschem Einsatz neuer Barriques zeugen würde. Eher würde man Germanos Weinen eine feine, elegante, nahezu burgundische Stilistik attestieren. • Die Barolos von Germano zeichnen sich durch enorme Kraft, Fülle und Langlebigkeit aus, sind körper-, säure- und tanninreich. In ihrem komplexen Aroma mag man Pflaumen, Rosen, Teer, dunkle Kirschen, Tabak, Bitterschokolade, Lakritze, schwarze Oliven, Kräuter, Erde und Unterholz erkennen. Mit Cerretta und Prapò bewirtschaftet Germano zwei der besten Barolo-Einzellagen. Der Ceretta gilt als der „mächtigere“, der Prapò als der eher „feminine“ Barolo. Moderne Ausbaumethoden und subtiler Holzeinsatz machen diese in ihrer Jugend harten und tanninreichen Weine eleganter, geschmeidiger und eher trinkbar als in früheren Jahrzehnten. Dennoch muss Barolo vor dem Verkauf mindestens drei Jahre lagern, davon zwei im Holzfass. Nicht zuletzt diese langen Reifezeiten erklären den Preis. • Der Serralunga ist ein preisgünstigerer Barolo aus jüngeren Reben, die in verschiedenen Lagen um das Heimatdorf des Winzers wachsen. • Wer bei Germano nach einem günstigeren, weicheren, dennoch anspruchsvollen Rotwein sucht, ist mit der bittersüßen Barbera aus der gleichnamigen Rebsorte gut bedient. Typisch für Barbera ist neben der frischen Säure ein leicht bitteres Kirschenaroma. • Idealer Einstieg in das Piemont und in Germanos Keller ist der sehr budgetfeundliche, relativ weiche und trotz seines Namens nicht süße, sondern trockene Dolcetto aus der gleichnamigen Rebe: ein lebendiger Rotwein für jeden Tag, mit einer frischen, verführerischen Frucht, der meist jung, zwei bis drei Jahre nach der Ernte getrunken wird. Last, not least: die Weißweine von Sergio Germano. • Der im Holzfass vergorene Langhe Chardonnay mit seiner feinen Burgunder-Stilistik lässt jeden, der meint, von Chardonnay genug zu haben, rückfällig werden. • Der Langhe Bianco Nascetta ist aus 100 % Nascetta-Trauben, einer seltenen, Piemont-typischen Weißweinsorte. Mittelkräftiger Wein, gute Säure, mineralisch, florale, fruchtige Aromen (Apfel, Zitrus), delikate Kräuternoten (Salbei, Thymian). zur Übersicht |
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