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Wenn über die besten deutschen Winzer gesprochen wird, fällt früher oder später auch sein Name: Johannes Leitz aus Rüdesheim am Rhein. Die nationale und internationale Presse überschlägt sich bisweilen vor Lob für den vielfach ausgezeichneten Rheingauer. So etwa machte ihn Gault Millau zuletzt zum „Winzer des Jahres 2011“. Leitz repräsentiert den „neuen, modernen“ Typ des deutschen Winzers: Top-Qualität, starke Verwurzelung in seiner Region, aber auch starke Präsenz auf internationalen Märkten, sehr hoher Exportanteil. Doch all das war nicht immer so: Der heute 47-Jährige Johannes Leitz hat sich nach einem schwierigen Start 1985 – nach dem frühen Tod seines Vaters war das kleine Familienweingut lange Zeit nur im Nebenerwerb geführt worden – in die Höhe gearbeitet und den Betrieb schrittweise von ursprünglich 2,6 ha auf heute beachtliche 39 ha vergrößert. Der Großteil davon, 30 ha, liegt unmittelbar um Rüdesheim. Dazu gehören einige der beeindruckendsten historischen Riesling-Lagen der Region: zum Rhein hin abfallende, strikt nach Süden ausgerichtetete Steilhänge wie Rottland, Schlossberg oder Roseneck. 100 % Riesling Auf dem nach seinem Großvater „Josef Leitz“ benannten Weingut produziert Johannes Leitz ausschließlich Riesling. Im Keller arbeitet er ohne großen technischen Aufwand, so etwa werden die Top-Weine im großen Holzfass spontanvergoren und ausgebaut. Die Weine sind ungemein dicht, ausgesprochen gut strukturiert, feinfruchtig, mineralisch und konzentriert, je nach Lage und Boden unterschiedlich geprägt: • Jene aus dem Schlossberg mit seinem Schieferverwitterungsgestein fallen schlank, filigran, elegant aus, mit ausgeprägter Rieslingsäure. • Die Steillage Roseneck mit ihren Schiefer-Quarzit-Böden ergibt rassige, abgepufferte Weine mit ausgereifter Säure und langer Lebensdauer. • Rottland liegt geschützt in unmittelbarer Rheinnähe und bringt auf tiefgründigen Grauschieferböden mit Löss- und Lehmauflagen eher opulent-erdige Weine hervor, gepaart mit feinfruchtiger Säure. Eins-Zwei-Dry Neben hochklassigen „Terroirweinen“ produziert Johannes Leitz aber auch einfachere, preisgünstige Rieslinge wie etwa den – ebenfalls trockenen – Einsteiger-Riesling „Eins-Zwei-Dry“, bei dessen Namensgebung der Winzer Sinn für leisen Humor bewies. zur Übersicht |
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