Pfad: Vinothek Wagner » News & Events » News » Ruby oder Tawny?

Ruby oder Tawny?

Den ganzen Sommer über hat er geduldig auf seinen Auftritt gewartet. Jetzt im kühl-feuchten Herbst kommt wieder sein großer Auftritt: Vorhang auf für den Port!

• Port wird aus fünf bis sieben regionalen portugiesischen Rotweinsorten erzeugt.

• Die Gärung des Mosts wird durch Zugabe von Brandy gestoppt: Der Restzuckergehalt macht den Port süß, der Brandy macht ihn alkoholisch (20%) und lange haltbar.

• De facto kommen alle Ports aus Vila Gaia di Nova, einem Stadtteil Portos, in dem man eine Kellerei neben der anderen findet. Hier an der Mündung des Douro wird der weiter flussaufwärts im Douro-Tal produzierte Grundwein zu Portwein gereift. In den traditionellen, meist von englischen und holländischen Kaufleuten gegründeten Traditionshäusern lagern mehrere zig Jahrgänge.

• Nahezu alle Portweine sind Verschnitte (Blends) aus Weinen von bis zu sieben Jahrgängen (Ausnahme: Vintage Port, siehe unten).

Die wichtigsten Portwein-Typen

• Ruby: preisgünstiger, junger, fruchtbetonter Port, der ganz jung in Flaschen gefüllt wird und daher seine rote Farbe behält (engl. ruby = rubinrot).
Frisch, dunkel, konzentrierte Tannine, ideal als „Alltags-Port“ und für Einsteiger, passt gut zu reifem Käse, Schokoladedesserts und -torten sowie Pfeffersteak!

• Tawny: preisgünstiger Port, der einige Jahre in gebrauchten 550 Liter Holzfässern (Pipes) reift und dadurch eine gelbbraune Färbung annimmt (engl. tawny = gelbbraun).
Elegant, subtil, etwas „zarter“ als Ruby, ideal als „Alltags-Port“ und für Einsteiger.
Passt gut zu Nüssen, getrockneten Früchten, Datteln, Feigen, Apfelkuchen, Creme caramel – und Hühner- bzw. Gänseleberpastete.

• Tawny ..... Years: reift die angegebene Anzahl von Jahren im gebrauchten Holzfass, entwickelt dabei entsprechend komplexere Aromen; für gehobenere Ansprüche; elegant, lang, harmonisch; je länger die Lagerzeit, desto komplexer – und teurer – ist der Tawny.

• Vintage: Dieser „König der Portweine“ ist der beste, edelste und teuerste Port. In besonders günstigen Jahren (pro Jahrzehnt zwei- bis dreimal) füllen die Portweinhäuser den besten Teil ihrer Ernte – nur etwa zwei Prozent – als Vintage Port ab. Das ganz offiziell als Vintage deklarierte Erntejahr steht auf dem Etikett.
Der Wein kommt jung in die Flasche, bleibt daher rötlich, kann Jahrzehnte reifen und wird dabei immer komplexer und vielschichtiger.
Jung getrunken, schmeckt er fruchtiger, frischer und kantiger.

• Late Bottled Vintage – LBV: der „kleine Bruder“ des Vintage Port. Anders als der Vintage, der jung in Flaschen gefüllt wird, bleibt der LBV mehrere Jahre im gebrauchten Holzfass –daher der Name Late Bottled, also „spät gefüllt“.
Ein LBV ist gleich nach Flaschenfüllung optimal trinkreif; er ist tiefer und komplexer als Ruby oder junger Tawny, aber weicher, ansprechender und billiger als ein gleichaltriger Vintage. Eine gute, preisgünstige Alternative zu Vintage.

Graham’s Port
Grahams’s zählt unter Portwein-Kennern unbestritten zu den allerbesten Marken. 1820 von den aus Schottland stammenden Brüdern William und John Graham gegründet, gehört Graham’s seit 1970 zum Portwein-Imperium der Familie Symington.

Dieser qualitativ und quantitativ führende Portweinproduzent des Landes – 40 % aller weltweit verkauften Premium-Ports stammen aus den Symington-Kellereien – kann auf 350 Jahre Erfahrung zurückblicken.

Einzigartig in der Branche: Während andere Portweinhäuser die Trauben von kleineren Produzenten zukaufen, sind die Symingtons selbst Eigentümer der 280 Hektar umfassenden Weingärten im Douro-Tal, aus dem die Trauben für ihre hervorragenden Ports kommen. Sie haben damit einen entscheidenden Hebel für Top-Qualität – den Weingarten – in der eigenen Hand.

zu den Ports


zur Übersicht
Newsletter Abo