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„Tricks hauma koane“

Reinhold Krutzler aus Deutsch Schützen macht am Eisenberg außergewöhnliche Blaufränkisch-Weine von internationalem Format.

Wenn von den besten Blaufränkisch-Winzern des Landes die Rede ist, fällt unweigerlich auch sein Name: Reinhold Krutzler.

In einem Österreich-Weinführer schrieb das englische Fachmagazin Decanter über die heimischen Rotweine: „ ... the best of them – from Krutzler, Umathum, Pöckl, Ernst Triebaumer and Kollwentz – are beautifully balanced and age gracefully.“

Reinhold Krutzler verfügt über ein einzigartiges Terroir und eine – international gesehen – seltene, burgenland-typische Rebsorte, um daraus unverwechselbare Weine zu machen: Die eisenhältigen Schiefer- und Lehmböden in Deutsch Schützen und am Eisenberg im südlichen Burgenland geben seinen Blaufränkisch-Weinen eine einzigartige Mineralik, Frische und Würze.

Der Perwolff – eine Wein-Legende

Reinholds Vater Hermann war in den späten 1960er-Jahren einer der ersten Winzer in Deutsch Schützen, die erkannten, dass hier große Weine möglich wären – und füllte erstmals Qualitätsweine ab. Krutzler sen. bewies vor 40 Jahren auch einen guten Riecher für Terroir: An einem leicht nach Süden geneigten Hang am Dorfrand, wo bis dahin nur Kühe weideten, pflanzte er jene Blaufränkisch-Reben, aus denen heute sein Sohn Reinhold den mittlerweile legendären Perwolff produziert.

Dieser nach dem mittelalterlichen Namen Deutsch Schützens benannte, maskulin-kräftige Wein begründete Krutzlers internationale Reputation. Der Perwolff (die Betonung liegt auf der ersten Silbe) enthält auch einen Schuss Cabernet, „der Gerbstoffe und damit lange Haltbarkeit in den Wein bringt“, so Krutzler.

Die reinen Aromen des Bodens und der Rebe

Der Winzer arbeitet naturnahe und schonend im Weingarten, beschränkt die Erträge stark. Krutzler: „Wir machen keine Mode- und Blenderweine, die im Keller ‚hergerichtet’ werden. Daher ist und bleibt die Weingartenarbeit das Wichtigste.“
Er verwendet keine Reinzuchthefen, sondern lässt den Most in großen hölzernen Bottichen spontan vergären – also mit den natürlichen Hefen. Das trägt dazu bei, die Individualität der jeweiligen Weinbergslage besser herauszuarbeiten.

Zur Reifung legt Krutzler die Weine in große Holzfässer. Und Barriques? „Abhängig vom jeweiligen Wein und vom Jahrgang muss man das Barrique mit Fingerspitzengefühl einsetzen wie ein feines Instrument, damit sich keine Eichen- oder Vanillearomen vordrängen. Wir wollen ja die reinen Aromen des Bodens und der Rebe“, so Krutzler. Er bringt seine geradlinige Art, Wein zu produzieren, so auf den Punkt: „Tricks hauma koane.“

Würzig, mineralisch, dunkelfruchtig

Blaufränkisch von Krutzler sind würzig, mineralisch und dunkelfruchtig. Zusätzlich begünstigen Boden und Kleinklima am Eisenberg und um Deutsch Schützen auch eine etwas höhere Säure in den Trauben und damit in den Weinen: Sie schmecken trotz Alkoholwerten von bis zu 13,5% frisch, trinken sich angenehm und sind ideale Speisenbegleiter.

Darüber hinaus bieten sie ein sagenhaftes Preis-Qualitätsverhältnis: Bis dato werden die Weine aus der Region um den Eisenberg im wahrsten Sinn unter ihrem Wert geschlagen, würde man doch für Weine vergleichbarer Qualität aus einer – global gesehen – namhafteren Region gut und gerne das Doppelte zahlen! Dabei braucht Krutzlers Perwolff einen Vergleich etwa mit Spitzen-Syrahs von der nördlichen Rhône nicht zu scheuen.

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