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Wein & Rosen

Livio Felluga präsentiert einen neuen Top-Wein: den Abbazia di Rosazzo, eine große Cuvée aus friaulischen Rebsorten, gewachsen rund das historische „Kloster der Rosen“

Wenn eine Kellerei wie Livio Felluga einen neuen Wein aus historischen friaulischen Rebgärten produziert, kann man davon ausgehen, dass etwas Außergewöhnliches dabei herauskommt: „Der Abbazia di Rosazza ist ein Wein für Kenner und Liebhaber reifer, vielschichtiger Weißweine, für die unser Weingut bekannt ist“, sagt Andrea Felluga, Sohn des heute über 90-jährigen Livio und „geistiger Vater“ dieses Weins.

Im Abbazia di Rosazzo stecken Ideen und Traditionen aus drei großen Weinregionen: Bordeaux, Friaul und Burgund. Aus Bordeaux stammt der „Château-&-Cuvée-Gedanke“: Aus den Weingärten rund um das Kloster Abbazia di Rosazzo, die Felluga vom Erzbistum Udine gepachtet hat und die hier die Rolle des Château übernimmt, wird nur ein Wein erzeugt – eine Cuvée.
Deren Verschnittpartner wiederum – Friulano, Ribolla Gialla, Malvasia, Pinot Bianco, Chardonnay und Sauvignon – sind klassische Rebsorten des Friaul.

Auch der burgundische „Cru-&-Terroir-Gedanke“ ist erkennbar. Andrea Felluga: „Alle Trauben für den Abbazia kommen ausschließlich aus den Lagen rund um die Abtei. Der Wein soll dieses Terroir deutlich zum Ausdruck bringen.“
Folgerichtig heißt der kräftige Weißwein nach dem Herkunftsort „Abbazia di Rosazzo“, sein Etikett zeigt eine steinerne Rose, das „Markenzeichen“ des Klosters.

Wein seit 1.000 Jahren

Die Abtei liegt majestätisch in den östlichen Hügeln des Friaul, in Sichtweite von Cormons, der Heimat der Fellugas. Sie ist seit Jahrhunderten für ihre namensgebende Rosenzucht bekannt – und für ihren Wein.

Vor etwa 1.000 Jahren erbaut, durchlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte, hatte verschiedene Besitzer und Funktionen. Wer auch immer Herr über die Abtei war: Der Wein galt stets als vortrefflich. Rund um das Kloster sind einige der bedeutendsten friaulischen
Rebsorten gezüchtet worden, wie Ribolla Gialla, Picolit und Pignolo.

Im 16. Jahrhundert war der Ribolla Gialla aus Rosazzo einer der Lieblingsweine des Dogen
von Venedig. „Mit unserem neuen Wein möchten wir diese historischen Traditionen fortsetzen“, so Felluga.

Flysch di Cormons

Wesentlicher Teil des Terroirs ist der Boden um Rosazzo: Er besteht vorwiegend aus Mergel
und Sandstein – von Geologen „Flysch di Cormons“, im friaulischen Dialekt „Ponca“
genannt und durch fossile Ablagerungen des Ur-Meeres mineralisch geprägt.

Das Mikroklima ist aufgrund des nur 25 km entfernten Meeres und der südlichen Ausrichtung sehr mild. Zudem schützen die nahen slowenischen Berge vor kalten Ostwinden.

Der Abbazia di Rosazzo verbringt sein ganzes Leben in großen 20 Hektoliter-Eichenfässern
(„Botti“): Gärung, Hefelager etwa bis April, Reifung bis zur Flaschenfüllung im Sommer.
Dann folgt ein langes Nachreifen in der Flasche.

Der Abbazia di Rosazzo, von dessen erstem Jahrgang, dem 2009er, es nur etwa 10.000 Flaschen gibt, ist stilistisch etwas „breiter“ angelegt als der zweite Top-Wein Fellugas, der Sauvignon-dominierte Terre Alte.

Abbazia di Rosazzo

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