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Würziger Barolo & federleichter Moscato

Die Familie Massolino aus dem Piemont beherrscht nicht nur die Kunst des kräftigen Barolo, sondern auch jene des feinen Moscato d’Asti

Alles hat Hand und Fuß, man weiß, was es ist, woher es kommt, wer es macht, kein doppelter Boden, kein Fantasie-Etikett, keine „Weinkreationen“, eigentlich unspektakulär, dennoch außergewöhnlich: Das Weingut Massolino im Piemont entspricht in idealtypischer Weise unseren Vorstellungen über das Weinmachen.

Seit der Gründung 1896 im Besitz ein- und derselben Familie, wird es noch heute von deren Mitgliedern persönlich geführt. Man bewirtschaftet überschaubare 18 Hektar rund um das traditionelle Weinbaudorf Serralunga d’Alba, pflanzt klassische autochthone Rebsorten, aus denen regionaltypische, hochqualitative Weine produziert werden – zu moderaten Preisen, was im Piemont keine Selbstverständlichkeit ist.

Mit einem Wort: Die Massolino-Familie ist sich selbst treu geblieben: eine immer seltener werdende Eigenschaft im Wine-Business!

Auf den sandhaltigen Kalkböden rund um Serralunga produziert das Weingut u. a.

• einen preisgünstigen Nebbiolo, also den „einfacheren“ Rotwein des Piemonts
• einen klassischen Barbera d’Alba für jeden Tag
• einen anständigen, aus den Trauben verschiedener Lagen verschnittenen Barolo
• einen Barolo aus der nur 1,5 Hektar großen Einzellage Margheria, einem der besten Weingärten in ganz Serralunga – elegant, würzig, mit mineralischen Noten.

Moscato d’Asti

Neben diesen kräftigen Rotweinen liefert uns die Familie Massolino auch einen der berühmtesten piemontesischen Weißweine, den federleichten Moscato d’Asti. Diese regionaltypische Spezialität, ein sehr duftiger, aromatischer DOCG-Wein, wird nur auf rund 9.000 Hektar produziert – ausschließlich aus der Rebsorte Moscato Bianco.

Die Gärung wird durch starke Kühlung abgebrochen, sodass der Moscato Restsüße, nur 5 bis 6 % Alkohol und ein wenig Kohlensäure enthält: Das alles macht ihn zu einem sehr leichten, spritzigen, erfrischenden und sanft perlenden Süßwein.
Er sollte im ersten Jahr nach der Lese getrunken werden, etwa als Aperitif, zu Obst, Desserts oder Blauschimmelkäse.

Sorry für die „Belehrung“, aber es gehört nun einmal zu unserem Job: Der Moscato d’Asti ist nicht zu verwechseln mit dem Schaumwein Asti Spumante, der eine zweite Gärung in der Flasche durchmacht und gemeinhin als weniger feinsinnig und „vordergründiger“ gilt – wofür es auch genug Gelegenheiten im Leben gibt.

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