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Die Domaine Matassa macht mit mineralischen, terroirbetonten Weinen auf sich aufmerksam.
Die Domaine Matassa ist ein gutes Beispiel dafür, dass interessante Weine zuerst im Kopf entstehen: Nachdem die Neuseeländer Sam Harrop und Tom Lubbe jahrelang Weine für andere gemacht hatten, wollten sie es auf eigene Faust versuchen und ihre persönliche Vorstellung von Wein umsetzen.
2001 erwarben die beiden Önologen in der Côtes du Roussillon einen alten Weingarten namens Clos Matassa, bepflanzt mit regionstypischen Carignan-Rebstöcken.
Aufgrund der Lage in 450 Meter Höhe ist die Vegetationsperiode im heißen Klima Südfrankreichs rund einen Monat länger als unten in der Ebene. Dort kamen 2003 einige Parzellen in der Nähe der Stadt Calce hinzu – ebenfalls mit alten Grenache-, Mourvèdre- und Maccabeu-Reben bestockt.
Die Weine von Matassa – ein Roter, ein Weißer, fertig, aus – sind Cuvées aus mehreren Sorten. Lubbe und Harrop sagen, die unteren Weingärten würden Kraft, die oberen Weingärten Mineralität und Finesse in den Wein bringen.
Mineralisch & finessenreich Die granithaltigen Böden bieten gute Voraussetzungen für Terroirweine: Matassa Blanc und Matassa Rouge sind mineralisch, finessenreich, elegant, relativ schlank, langlebig, mit frischer Säure. Also die Antithese zu jenen suppigen, überreifen Weinen im Neue Welt-Stil, die man sonst in der Region gelegentlich antrifft.
Die Weine reifen teils in 500 Liter-Holzfässern und teils in Barriques, wovon höchstens ein Drittel neu ist, um keinen vorlauten Holzgeschmack in die Flasche gelangen zu lassen.
Biodynamisch & schonend Lubbe hatte Erfahrungen als Önologe in Südafrika und Frankreich gesammelt, er arbeitete 1999 bis 2002 auf der Domaine Gauby, die sich in dieser Region als tonangebend in Bezug auf Produktionsweise und Weinstil erwiesen hat. Harrop ist Master of Wine, Consultant Winemaker und war sechs Jahre für den Weineinkauf der britischen Kaufhauskette Marks & Spencer zuständig.
Die ehrgeizigen „Kiwis“ arbeiten, wie ihr Vorbild Gauby, biodynamisch, stark handwerklich-bäuerlich und schonend. Sie möchten ihren Wein so natürlich wie möglich produzieren und so viel Zeit wie möglich im Weingarten verbringen.
Sie sagen, die besten Weine würden dort gemacht, wo die Winzer am intensivsten mit den Reben arbeiten.
Die aufwändige Produktion von Matassa bewegt sich im Bereich weniger Tausend Flaschen, was, zusammen mit der hohen Qualität und Nachfrage, den Preis der Weine erklärt.
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