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Rosé bietet dem Gaumen die knackige Frische und spritzige Eleganz eines jungen Weißweins und die fruchtigen Aromen der roten Trauben, aus der er produziert wird – meist zarte Kirsch-, Erdbeer- oder Himbeertöne. Dieser Wein ist daher ideal für den Sommer, empfiehlt sich besonders zu Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse, Gegrilltem und allem, was mit Knoblauch und Kräutern zubereitet wird. Rosé wird aus roten Trauben gekeltert, allerdings bleibt der Most während der Gärung nur kurz in Kontakt mit den Beerenhäuten: daher die hellrote, zwiebelschalen-artige Farbe, die dem Wein den Namen gibt, und der – im Vergleich zu Rotwein – niedrige Tanningehalt. Der Wein wird wie junger Weißwein ausgebaut, also in der Regel im Edelstahltank. Bei Rosé sind, außer der Qualität, zwei Dinge wichtig: Er sollte jung und gut gekühlt getrunken werden.
Rosé in Südfrankreich, Österreich, Italien Seit geraumer Zeit produzieren auch einige namhafte österreichische Winzer ganz selbstverständlich Rosé-Weine für den leichten sommerlichen Genuss. So etwa Gerhard Markowitsch aus Blaufränkisch- und Cabernet-Trauben, Fred Loimer, Phillipp Grassl, Willi Bründlmayer, Niki Moser und Karl Holzapfell – sein Rosé heißt „Pink!“ – aus Zweigelt. Last, but not least ein österreichischer Rosé-Klassiker: der Schilcher, erzeugt aus der Blauen Wildbacher-Traube, die nur auf den Gneis- und Schieferböden der Weststeiermark gedeiht. Durchaus seltene und interessante Rosé-Besonderheiten sind etwa der toskanische Vin Ruspo von Capezzana (aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Canaiolo Nero) sowie der sizilianische Rosé von Planeta – aus Syrah-Trauben.
Rosé prickelnd Eine Qualitäts- und Preisklasse darüber liegen Willi Bründlmayer und Fritz Wieninger, jeweils mit einem Winzersekt der Kategorie Brut Rosé, oder die Rosé-Champagner von Chartogne-Taillet bzw. Henriot. Absolute Spitzenprodukte und entsprechend kostenintensiver sind die Rosé-Champagner von Billecart-Salmon und Duval-Leroy. zur Übersicht |