Lagen und Klima
Das Zusammenspiel von Klima und Boden
im Donauraum bildet die Basis für den
Charakter unserer Weine. Ausläufer des
pannonischen kontinentalen Klimas,
bringen heiße, trockene Tage in das
Gebiet.
Kühle Luftströme aus dem höher
gelegenen Waldviertel durchmischen und
„würzen“ die bis zu 38° C heiße Luft. Die
Böden sind ebenso einzigartig und ideal
für den Weinanbau: Zum einen findet man
hier Gföhler Gneis, das Urgestein, darüber
lagert Braunerde. Manchmal befindet sich
dazwischen auch noch eine Kalkschicht.
Zum anderen gibt es hier Löss, Flugstaub
aus der Eiszeit, der sich zu fruchtbarem
Boden verdichtet hat. Und schließlich die
Lehm- und Schotterböden.
Käferberg
Die Lage Käferberg (3 ha) ist eine warme,
windgeschützte Lage zwischen 300 und
350 m Seehöhe mit südlicher und
südöstlicher Exposition und
unterschiedlich kalkigen Böden auf
vielfältigem Gesteinsuntergrund. Auf
engem Raum wechseln alte, kristalline
Gesteine, wie Amphibolite, Gneise und
Glimmerschiefer, mit viel jüngeren Tonen,
Sanden, selten Kiesen, die im Urmeer der
Paratethys abgelagert wurden. Über allen
Gesteinen kann eine unterschiedlich starke
Lössauflage liegen. Am Käferberg
herrscht ein eher kühles Mikroklima, das
neben den unterschiedlichen Böden den
besonderen Reiz der Lage ausmacht.
Durch dieses Klima wird es möglich, dass
die Veltliner Trauben so lange an den
Rebstöcken hängen, bis sie ihre
physiologische Reife erreicht haben.
Dadurch speichern sie eine Menge
Mineralik und entwickeln sich zu
finessenreichen und eleganten Weinen.
Vinifikation
Selektive Handlese in kleine Kisten, langer
Maischekontakt (12-18H) anschließend
Vergärung mit natürlicher Hefe im großen
Holzfass (2.500 Liter). Im Februar
abgezogen und bis zur Abfüllung im
September im Holzfass auf Feinhefe
gereift.
Weingut Loimer
Das Weingut in Langenlois zählt seit
Jahren zur Spitze der österreichischen
Weinszene. Bereits im Jahr 2000 wurden
durch den Bau des neuen Kellers Akzente
nicht nur im Kamptal gesetzt. Der
historische, aus dem 19. Jahrhundert
stammende Keller bekam einen
zeitgemäßen Gegenpart. Tradition und
Innovation als Ausdruck einer Philosophie
die sich bei den Weinen wieder findet.
Jahrgang 2010
„Kein Jahr für schwache Nerven!“ - Ein
Jahr der Extreme und am Ende ein
lachendes und weinendes Auge.
Ein langer, kalter Winter, ein feiner April
der Hoffnung macht, ein kalter und nasser
Mai und Juni mit verspäteter und langer
Blüte. Ein heißer Juli der den Rückstand
der Vegetation wieder wett macht, ein
durchwachsener August und dann ein viel
zu kalter Herbst – und wie zum Trotz:
Gesunde Trauben mit ausreichend Zucker
und viel Säure.
Die mengenmäßig sehr kleine Weinlese,
von Mitte Oktober bis Mitte November,
brachte intensive Weine mit Frucht und
Würze, mit Charakter und Vielfalt
Trinkempfehlung
Dekantieren!! (2h)
12° bis 14° C, nicht zu kalt trinken
ein Essensbegleiter, Fleisch aber auch
Fisch, würzig zubereitet und durchaus
kräftig - beste Trinkreife 2011 bis 2015
Degustationsnotiz
Ungemein konzentriertes Aroma von
Steinobst, Zitrusfrüchten und Kräutern.
Trotz dichter Fruchtigkeit und enormen
Körpers wirkt der Wein zunächst völlig
verschlossen, erst in Verbindung mit Luft
entfaltet er sein wahres Aroma. Ein
packender, fast endlos langer Abgang.
Technische Daten
Herkunft: Kamptal/Österreich
Rebsorte: Güner Veltliner
Alkohol: 13,0% vol.
Restzucker: 4,6 g/l trocken
Säure: 7,8 gl








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