Jahrgang: 2009 begann mit einem etwas späteren Austrieb, durch einen recht warmen Frühling kam es trotzdem zu einer eher frühen Blüte. Der Sommer war durchwachsen, feuchte und trockene Perioden wechselten einander ab, die Temperaturen blieben stets recht moderat. Ein trockener und eher warmer Herbst brachte gesunde und reife Trauben.
Boden: Die Ried Kaasgraben befindet sich in Sievering, etwa drei Kilometer westlich des Nußberges und damit auch deutlich weiter von der Donau entfernt. Die Riede liegt auch bereits etwas höher und näher zum Wiener Wald, dies bewirkt wesentlich stärkere Tag – Nacht Temperaturunterschiede. Die Böden sind sehr kalkreiche Sandsteinverwitterungsböden mit wenig Tonanteil. Der Weingarten ist etwa 50 Jahre alt und ist nach südsüdost geneigt.
Weingarten und Keller: Die Trauben stammen bereits aus der Umstellung zur biodynamischen Landwirtschaft und wurden sehr spät, gegen Ende Oktober geerntet. Goldgelbe, physiologisch perfekt reife Früchte, ohne jeglicher Anzeichen von Botrytis, oder anderer Beeinträchtigungen, wurden per Handlese geerntet und anschließend nach vierstündiger Maischestandzeit vorsichtig abgepreßt. Der vorgeklärte Most wurde leicht gekühlt im Stahltank mittels spontaner Hefen vergoren, um möglichst unverfälscht alle traubeneigenen Aromen zur Entfaltung zu verhelfen. Nach 6-monatiger Lagerung des Weines auf der Feinhefe wurde er im Mai 2010 abgefüllt.
Weinbeschreibung: Der Wein befindet sich aufgrund der alten Reben, der späten Ernte und des reifen Jahrganges bereits in der kräftigeren Klasse. In der Nase feine Zitruszesten, unterlegt mit gelber Apfelfrucht und mineralischen Nuancen. Am Gaumen feine Quittenfrucht, saftig, mit sehr guter Komplexität und großem Zukunftspotenzial. Dem Grünen Veltliner Kaasgraben 2009 wird eine weitere Flaschenreife sehr gut tun, um all seine Stärken ausspielen zu können.








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