Sein Name ist Programm: Der Treinspoor wächst entlang einer alten Eisenbahnlinie im Swartland. Die alten Buschreben tragen filigrane, dünnhäutige Trauben, die sich unter ihrem dichten Blätterdach vor der unbarmherzigen Swartland-Sonne schützen – eine natürliche Eleganz, die sich im Glas widerspiegelt. Tinta Barocca verbindet die strukturelle Tiefe eines Nebbiolo mit der aromatischen Lebendigkeit eines Syrah – eine Rebsorte, die selten im Rampenlicht steht, es aber verdient.
Hälftig als Ganztrauben vergoren, mit langer, sanfter Mazeration und anschließender Reife in jahrzehntealten Holzfässern, die dem Wein Raum zur Entwicklung lassen statt ihm Holznoten aufzuzwingen. Unfiltriert und mit minimaler Schwefelzugabe abgefüllt – so wie er ist.
Der 2024er öffnet sich mit würzigen, erdigen Aromen, fast wie frisch aufgebrochene Erde nach dem ersten Regen. Dunkle Pflaumen und leuchtende rote Früchte treten hinzu, getragen von einer dichten, fest verwobenen Struktur aus Tannin und Säure. Ein Wein, der heute erst andeutet, was er morgen sein wird.