Bubbles – Made in Austria
Alles Wissenwerte zu Sekt Austria
Österreichischer Sekt hat sich in den vergangenen Jahren vom Anlassgetränk zum vielseitigen Genussprodukt entwickelt. Die Varianten Rosé, Extra Brut und alkoholfrei liegen – vor allem bei jüngeren Konsumenten – im Trend. Die geschützte Herkunftsbezeichnung "Sekt Austria" gibt Orientierung und Sicherheit beim Kauf.
Wir empfehlen Ihnen die Sekte von den Winzern Bründlmayer, Esterházy, Jurtschitsch, Loimer, Moser, Polz und Sabathi.
Trends: Rosé, trocken, alkoholfrei
Der "Schlumberger Sektreport 2024" zeigt: 90 % der Österreicher trinken zumindest gelegentlich Sekt, für 84 % ist er zu Silvester unverzichtbar. 77 % trinken ihn bei Geburtstagsfeiern, 71 % bei Hochzeiten, 51 % zu Weihnachten. Sekt wandelt sich aber immer mehr vom "Anlassgetränk" zum vielseitigen Life Style-Produkt und Speisenbegleiter: 25 % der Befragten trinken Sekt auch ohne besonderen Anlass – einfach aus Freude am Genießen.
Etwa 30 % der jüngeren Konsumenten kaufen zumindest einmal pro Monat Sekt. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen werden Themen wie Rosé, trockener Sekt, Qualität und nachhaltige, umweltfreundliche Produktion immer wichtiger. Diese Generation hat einen informelleren Zugang zu Sekt und ist experimentierfreudiger. Auch alkoholfreier Sekt liegt bei den Jüngeren stark im Trend.
Sekt Austria
Die heimische Sektwirtschaft – etwa ein Dutzend Sektkellereien, rund 300 Winzer und 3.000 Trauben- oder Grundweinlieferanten – kann sich freuen: Bei der Herkunft setzen drei Viertel der Konsumenten auf österreichische Qualität und bevorzugen heimische Schaumweine.
Um sicher zu sein, dass tatsächlich österreichischer Sekt in der Flasche ist, sollte man das Etikett genau lesen: "Sekt hergestellt in Österreich" ist nicht gleichbedeutend mit "Österreichischer Sekt". Denn nur, wenn 100 % der Grundweine aus Österreich kommen und die Versektung in Österreich stattfindet, darf das Produkt die Bezeichnung "Sekt Austria" tragen.
Diese 2022 festgelegte Bezeichnung für österreichischen Sekt geschützten Ursprungs und geprüfter Qualität soll dazu beitragen, die 100 %-ige Herkunft aus Österreich stärker ins Bewusstsein der Konsumenten zu rücken. Die rot-weiß-rote Banderole für Sekt Austria ist ein weiterer Garant für die österreichische Herkunft. Zudem werden die Produktionsrichtlinien durch die Bundeskellereiinspektion kontrolliert, und die Produkte einer sensorischen Prüfung durch eine Verkosterkommission unterzogen.
Die Sektpyramide
Die drei Qualitätsstufen heimischen Sekts sind in der sogenannten "Sektpyramide" definiert: Sekt Austria, Sekt Austria Reserve und Sekt Austria Große Reserve. Mit dieser Spitzengruppe nimmt die "Sektpyramide" Maß an den höchsten Standards der führenden Schaumweine der Welt – z. B. Champagner, Franciacorta – und geht in manchen Punkten sogar darüber hinaus.
Für die Schaumweine der ersten Stufe Sekt Austria gilt: österreichische Herkunft der Trauben und Grundweine aus einem geschützten einem Bundesland, Mindestlagerzeit des Sekts auf der Hefe 9 Monate (bei Flaschengärung). In dieser Stufe ist neben der traditionellen Flaschengärung auch eine Tankgärung – Méthode Charmat – erlaubt. Hier beträgt die Mindestreifedauer 6 Monate.
Ab der zweiten Kategorie – Sekt Austria Reserve – sind ausschließlich Schaumweine zugelassen, die durch Flaschengärung produziert wurden. Alle Trauben und Grundweine müssen aus demselben Bundesland stammen. Außerdem ist eine Reifezeit auf der Hefe von mindestens 18 Monaten vorgeschrieben. Die Reserve-Sekte sind nach 24 Monaten für den Verkauf zugelassen.
Für die höchste Stufe – Sekt Austria Große Reserve – müssen alle Trauben in derselben Weinbaugemeinde gelesen und nach dieser bezeichnet werden (z. B. Poysdorf, Langenlois, Gols, Gamlitz …). Verpflichtend sind die traditionelle Flaschengärung und eine Mindestreife von 36 Monaten auf der Hefe.
Wichtig: Die Trauben für Sekt Austria Reserven und Große Reserven müssen handgelesen sein, und der Restzuckergehalt dieser Sekte darf 12 g/l nicht überschreiten. Sie müssen also innerhalb der Kategorien "brut nature", "extra brut" oder "brut" liegen.
Kategorien für österreichischen Sekt
Bevor die Sektflasche mit einem Naturkorken verschlossen wird, fügt man noch den Dosagelikör ("Liqueur d'Expédition") hinzu.
Dieser bestimmt die Geschmacksrichtung und den Süßegrad des Sekts:
Sektkategorie |
Restzuckergehalt |
|
brut nature/brut zero |
0-3 g/l |
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extra brut/extra herb |
0-6 g/l |
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brut/herb |
bis 12 g/l |
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extra trocken/très sec/extra dry |
12-17 g/l |
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trocken/sec/dry/secco |
17-32 g/l |
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halbtrocken/demi sec/medium dry |
32-50 g/l |
|
mild/dolce/doux/sweet |
mehr als 50 g/l |
Welche Rebsorten sind für österreichischen Sekt zulässig?
- Rosé: Grundweine aus roten Rebsorten oder als Cuvée aus weißen und roten Rebsorten
- Blanc de Blancs: Grundweine ausschließlich aus weißen Rebsorten
- Blanc de Noirs: Grundweine ausschließlich aus roten Trauben, die schonend – "weiß" – gepresst werden, sodass keine Farbstoffextrahierung aus den Beerenhäuten erfolgt.
Promotion für heimischen Sekt