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Paul Achs, Neusiedlersee
Top 10 Austrian Blaufränkisch
Auf die Eigenständigkeit dieser heimischen Sorte setzte Paul Achs schon, als viele andere Winzer noch internationale Sorten bevorzugten. Seine Interpretationen des inzwischen als "Austria's signature red grape" geltenden Blaufränkisch lassen sich mit Lagenweinen wie Edelgrund oder Ungerberg aufs Schönste verkosten.
Schon 2015 zählte die New York Times den Edelgrund zu den "Top 10 Austrian Blaufränkisch Wines – Best Value". Paul Achs trägt bis heute zur internationalen Profilierung dieser typisch österreichischen Rotweinsorte wesentlich bei.
Seine Weine sind inzwischen noch feiner und präziser geworden. Zweigelt ist in Österreich ohnehin ein Klassiker, jener von Achs aber fällt besonders charmant und elegant aus. Sein Syrah und Pinot Noir laden ein zum Vergleich mit historischen Vorbildern von der Rhône bzw. aus Burgund – und brauchen einen solchen nicht zu scheuen, auch wenn sie im Burgenland terroir-bedingt anders ausfallen als in ihrer jeweiligen Ur-Heimat.
Seit 2006 arbeitet der inzwischen von seinem Sohn Johannes tatkräftig unterstützte Paul Achs biodynamisch. Er gehört – so wie etwa auch Fritz Wieninger, Fred Loimer und Gernot Heinrich – zur Winzergruppe respekt-BIODYN.
Cuvée Gols statt Pannobile
Im Sommer 2025 schlug Paul Achs in der Geschichte des Familienweinguts ein neues Kapitel auf. Er strukturierte sein Sortiment neu, orientierte sich dabei an burgundischen Vorbildern und füllt nun Gebiets-, Orts- und Lagenweine ab. Diese Hierarchie würde den Kunden wichtige Anhaltspunkte geben und gleichzeitig die Herkunft der Weine stärker betonen, so der Winzer. Im Herbst 2025 präsentierte er den neuen Ortswein "Cuvée Gols 2023", der nun den "Pannobile" als Top-Cuvée des Weinguts ablöst.
Gleichzeitig verließ Paul Achs die gleichnamige Winzer-Vereinigung, der er viele Jahre hindurch angehörte und deren Mitglieder jeweils einen eigenen Pannobile-Wein erzeugen. "Die nicht leichte Entscheidung des Austritts hat sich letztlich aus den unterschiedlichen Ausrichtungen innerhalb der Gruppe ergeben", sagte Paul Achs im Sommer 2025 der Neuen Zürcher Zeitung. Dennoch bleibe er den Pannobile-Winzern freundschaftlich verbunden.