18 MINUTEN MAGIE

02.03.19

18 Minuten Magie


Agnès und René Mosse tauschten ihre Weinbar gegen Weingärten und produzieren heute an der Loire Naturweine der besonderen Art. Unser Tipp: Der weiße „Magic of Ju-Ju“ 2017 ist derzeit in Top-Form!

 

Magic of Ju-Ju: Wenn Sie ein Jazz-Fan sind, wird Ihnen der Name dieses außergewöhnlichen Weines vielleicht bekannt vorkommen. So heißen nämlich auch ein Album des Jazzmusikers Archie Shepp aus dem Jahr 1968 und der erste Titel darauf. Die Platte vereint Free-Jazz-Saxophon und African Beats.

 

Agnès und René Mosse, die Produzenten des Magic of Ju-Ju, scheinen große Fans von Archie Shepp zu sein, wenn sie einen ihrer Weine nach dessen Musik benennen.

Das Winzer-Ehepaar von der Loire erzeugt den Magic aus den regionaltypischen weißen Rebsorten Melon de Bourgogne und Chenin Blanc. Der 2017er-Jahrgang ist derzeit fantastisch zu trinken. Die Titel-Nummer auf Archie Shepps Platte dauert 18 Minuten: Zeit genug für ein Glas Magic!

 

Von der Weinbar zum Winzer


Agnès und René Mosse hatten viele Jahre eine Weinbar in Tours geführt, dort wichtige Kontakte mit Winzern geknüpft und sich wertvolle Anregungen für ihren neuen beruflichen Lebensabschnitt geholt.

 

1996 produzierte René seinen ersten eigenen Wein auf einem befreundeten Weingut an der Loire. Später absolvierte er Praktika in Burgund. 1999 stand eine Domaine in der Region Anjou zum Verkauf, und so kam das Ehepaar Mosse in das Dorf Saint-Lambert-du-Lattay.

 

Der Umstand, dass weder Agnès’ noch Renés Vorfahren Winzer waren, hatte auch Vorteile: Sie konnten von Anfang an ohne die Belastung der Tradition an ihre Arbeit als Weinbauern herangehen und das Weingut nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten.

 

Längst hat sich die Domaine Mosse in der sehr dynamischen französischen Naturwein-Szene einen Namen gemacht und verkauft heute ihre Weine auch an Top-Restaurants in Paris: Das ist für französische Winzer nach wie vor so etwas wie ein Ritterschlag.

 

Der Teufelskreis der Chemie


Agnès und René bewirtschaften 16 ha Weingärten mit regionaltypischen Sorten wie Chenin Blanc, Melon de Bourgogne, Grolleau Gris, Gamay, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

 

Die biodynamische Bewirtschaftung, der karge Boden (Schiefer, Ton, Quarz, Sand), bis zu 40 Jahre alte Weinstöcke, handwerkliche, zurückhaltende Kellerarbeit, Spontanvergärung in großen Holzfässern, langes Hefelager, Ausbau in gebrauchten Holzfässern, minimale Schwefelung: All das bringt authentische, schlanke, mineralische, seidige, sehr prägnante, naturbelassene Weine hervor.

 

„Wir haben uns auch deshalb für die Biodynamik entschieden, weil Chemie im Weingarten die bodentypischen Eigenheiten überlagert. In diesem Teufelskreis verschwindet das Terroir immer mehr und der spezifische Charakter der Weine geht verloren. Das ist – zusammen mit den überall angewandten Standardtechnologien im Keller – der Grund, warum sich viele Weine immer ähnlicher werden und zunehmend gleich schmecken“, so René Mosse.

 

Ein Naturwein namens Moussamoussettes


Neben trockenen Weinen – Anjou Rouge (Cabernet Franc/Cabernet Sauvignon) oder der eingangs erwähnte Magic of Ju-Ju – produziert die Domaine Mosse auch eine besondere, bei Freunden von Naturweinen sehr beliebte Art von Schaumwein: Der Moussamoussettes ist ein „Pet nat“ (pétillant = prickelnd, naturel = natürlich).

 

Für diese altmodisch-traditionell zubereiteten Weine wird der Restzucker enthaltende, gärende Most in Flaschen gefüllt und mit Kronenkorken verschlossen. So bindet sich die natürliche Kohlensäure im Wein – die einfachste und natürlichste Art der Schaumweinherstellung.

Der Moussamoussettes wird aus Grolleau Gris, Gamay und Cabernet produziert, bekommt keine Dosage, ist daher sehr trocken, dazu feinfruchtig und mineralisch.

 

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