DER WAHRE BEAUJOLAIS

08.02.19

Der wahre Beaujolais


Die Region Beaujolais ist vor allem bekannt für ihren massenhaft produzierten, qualitativ bescheidenen Jungwein. Doch der junge Paul-Henri Thillardon zeigt, was im Terroir des Beaujolais wirklich steckt: feine, elegante, komplexe, mineralische, erstaunlich frische und vielschichtige Weine.

 

„Beaujolais Nouveau“ war 1951 weltweit der erste Jungwein, der schon im Jahr der Ernte verkauft werden durfte. Dies hat zwar den Wein weltweit bekannt gemacht, aber dem Beaujolais insgesamt den Ruf eines Massenprodukts von bescheidener Qualität eingetragen, zumal rund 50 % der gesamten Ernte als „nouveau“ vermarktet werden.

 

Aber es gibt auch Winzer, die sich vom jährlichen Hype um den Beaujolais Nouveau fernhalten und auf Qualität statt schnelles Geld setzen. Zu ihnen gehört der junge Paul-Henri Thillardon. Er hat sich 2008 im Norden des Beaujolais niedergelassen und binnen kurzer Zeit zu einem der interessantesten Produzenten in dieser burgundischen Region entwickelt.

 

„Blumenstrauß im Samtkorb“


Gemeinsam mit seinem Bruder Charles bewirtschaftet Paul-Henri 7 ha Weingärten in Chénas nördlich von Lyon. Nach diesem Dorf ist auch der mit 285 ha kleinste der zehn Beaujolais-Crus benannt, die zusammen nur rund 6.600 ha der insgesamt 23.000 ha großen Beaujolais-Region ausmachen.

 

Die besten, mikroklimatisch begünstigten Beaujolais-Weingärten liegen im hügeligen Norden der Region. Sie sind geprägt von kargen Granit-Böden, die den Weinen ihre Mineralität verleihen. Produziert wird der Wein aus Gamay-Trauben.

 

Der typische Beaujolais aus Chénas ist ein vollmundiger und körperreicher Wein mit blumigen Aromen. In ihm deuten sich Gewürz- und Holznoten an, er wird häufig als „Blumenstrauß im Samtkorb“ bezeichnet.

 

Bio bringt das wahre Terroir zum Ausdruck


Paul-Henri Thillardon bearbeitet seine mit 70 bis 80 Jahre alten Gamay-Weinstöcken bepflanzten Weingärten biologisch und in Handarbeit bzw. mit Pferden. Er ist überzeugt, dass nur durch biologische Bewirtschaftung der Wein das „wahre“ Terroir des Beaujolais zum Ausdruck bringt.

 

Thillardon produziert seine Weine bäuerlich-handwerklich in kleinen Mengen, vergärt und reift sie in großen Holzfässern bzw. traditionellen Zementtanks. Auf das Etikett schreibt er neben dem Herkunftsort „Chénas“ auch die Weinbergslage, aus der die Trauben kommen: Chassignol, Les Carrières, Les Boccards.

 

Ergebnis seiner Arbeit ist ein „wahrer“ Beaujolais, der sich deutlich von den Billigversionen unterscheidet. Thillardons Weine sind vielschichtig, elegant, mineralisch, frisch, fein und gleichzeitig kräftig. Noch ein wichtiger Unterschied zum „Nouveau“: Sie zeichnen sich durch eine lange Lagerfähigkeit von etwa zehn Jahren aus.

 

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