DIE RENNERSISTAS

27.02.18

Die Rennersistas


Die Schwestern Susanne und Stefanie Renner aus Gols am Neusiedlersee und ihre bemerkenswerten Naturweine: leicht, elegant, bekömmlich, gleichzeitig komplex, eigenständig, nuancenreich, gebietstypisch.

 

Zwei strahlende junge Frauen, ihr Werdegang, ihre Weine: Die Geschichte der „Rennersistas“ ist fast zu schön, um wahr zu sein und klingt wie erfunden. Aber: Sie ist nicht erfunden, trotzdem schön – und noch dazu wahr.

 

Seit einiger Zeit bringen die Schwestern Susanne und Stefanie Renner aus Gols am Neusiedlersee neuen Schwung in die heimische Wein-Szene, und wurden zu Darlings der Medien, nicht nur der einschlägigen Weinjournale.

 

Wichtiger und vor allem nachhaltiger: Ihre Weine erregen Aufmerksamkeit und Anerkennung in der Naturwein-Community. Und das geht nur, wenn hinter dem sympathischen Äußeren auch Substanz steckt: Die Weine der Rennersistas sind komplex, nuancenreich, gebietstypisch und zeigen ein eigenständig Profil.

 

Die Schwestern verkörpern eine Synthese aus urban, zeitgemäß, social media-connected, international orientiert einerseits; bodenständig, der Natur, dem Handwerk, der Herkunftsregion und der Familie verbunden andererseits. Sie switchen binnen Sekunden zwischen schönstem Golser Dialekt und akzentfreiem Oxford-Englisch, fühlen sich auf der Naturweinmesse RAW in London ebenso zu Hause wie in den Weingärten rund um ihr Heimatdorf.

 

Wohlwollende Toleranz der Eltern


Gemeinsam mit ihren Eltern Helmuth und Birgit bewirtschaften die Schwestern etwa 13 ha Weingärten rund um Gols, darunter renommierte Lagen wie Altenberg, Goldberg und Ungerberg. Helmuth gehörte 1994 zu den Gründer-Vätern der Pannobile-Gruppe und machte sich mit seinen Weinen einen guten Namen.

 

Susanne und Stefanie stiegen 2014 ins Familienweingut ein, brachten gehörigen Elan und viele neue, schräge Ideen mit. Sie produzierten 2015 ihren ersten Jahrgang und legten unter dem lässig-coolen Namen „Rennersistas“ ihre eigene Naturweinserie mit einem witzig-frechen Etikett auf. Inzwischen ist die internationale Nachfrage groß, die bei rund 80 % liegt.

 

Die Eltern förderten ihre Töchter auf deren Weg zum Wein, ließen sie aber schon bald selbständig entscheiden, übten sich in wohlwollender Toleranz und aktiver Unterstützung. Heute werden etwa 20 % der Trauben für die Rennersistas-Linie des Weinguts verarbeitet, der große Rest für die von Helmuth etablierte, eher klassische „Renner“-Linie. Aber: Alle Weine werden – unabhängig, für welches der beiden Labels – von Vater und Töchtern gemeinsam produziert.

 

Freiheit den Weinen!


Trotz aller Intellektualität entscheiden die Schwestern in Weingarten und Keller viel aus dem Bauch heraus. Vorteil: Sie sind nicht von Weinschulwissen geprägt und vorbelastet, daher offen und unvoreingenommen. Sie legten auf ihrem Weg zur Winzerin Zwischenstopps in branchenfremden Berufen ein: Susanne in der Mode, Stefanie in Wasserwirtschaft und Kulturtechnik. Bei ihr kamen Praktika auf Bio-Weingütern wie Matassa in Südfrankreich oder Testalonga in Südafrika hinzu.

 

Der Fokus der Schwestern liegt auf handwerklicher, naturgemäßer Arbeit. Dazu gehören etwa Begrünung der Weingärten, frühe Ernte, um Überreife und hohe Alkoholwerte zu vermeiden, Spontanvergärung, null bis extrem wenig Schwefel, langer Schalen- bzw. Hefekontakt für Aromenvielfalt, Verzicht auf Schönung und Filtern, Reifung in gebrauchten Holzfässern.

 

Bereits seit 2009 arbeitete Helmuth Renner organisch-biologisch, die Töchter gehen jetzt konsequent einen Schritt weiter und stellen auf Biodynamik um. Stefanie: „Wir wollen den Weinen im Weingarten und im Keller Zeit geben, sie nicht überfordern, nicht einsperren, sondern sanft bei der Entstehung begleiten.“ Sista Susanne ergänzt: „Jeder unserer Weine soll sich je nach Rebsorte, Herkunftslage und Jahrgang entfalten, entwickeln und frei bewegen können.“

 

WSSBRGNDR


Ergebnis sind beeindruckende, prägnante, relativ schlanke, beinahe filigrane, frische, lebendige, mineralische, „kühle“, mäßig alkoholische, lange haltbare Weine mit gutem Trinkfluss.

Dass ihre Weine in Österreich aus gesetzlichen Gründen nicht als „Qualitätsweine“ firmieren dürfen, nehmen die Schwestern gelassen. „Hauptsache, sie schmecken!“, so Susanne. Und dass auf dem WEISSBURGUNDER-Etikett WSSBRGNDR steht, zeugt nicht nur von der Cleverness der Rennersistas, sondern hätte auch dem für seine experimentelle Lyrik bekannten Dichter Ernst Jandl gefallen.

 

Zu den Weinen

zurück

 
Mein Warenkorb

Warenkorb € 0,00

Haben Sie unsere AKTIONEN, NEUHEITEN und EMPFEHLUNGEN schon gesehen ?

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Newsletter abonnieren

Informieren Sie sich in unserem Newsletter regelmäßig über unser Sortiment.

Ich stimme der Datenspeicherung zu Zwecken der Vertragsabwicklung zu. Mehr Informationen.