Eine echte Rarität: Pinot Noir aus der Schweiz

MARKUS RUCH

Eine echte Rarität: Pinot Noir aus der Schweiz

Die feinsinnigen Pinot Noirs von Markus Ruch aus dem Klettgau zählen zu den interessantesten Weinen der Schweiz. Karge Böden, alte Reben und biodynamische, handwerkliche Produktion bringen Weine hervor, die großen Burgundern ebenbürtig sind. Eben sind die neuen Jahrgänge  2019 bzw. 2020 dieser Raritäten bei uns eingetroffen. Aufgrund der kleinen Mengen raten wir, schnell zu sein!

Hallau Haalde, Hallau Chölle, Gächlingen Schlemmweg: Ebenso gewöhnungsbedürftig wie diese Namen ist die Tatsache, dass in der Nähe von Schaffhausen in der Schweiz außerordentliche Pinot Noirs produziert werden – von Markus Ruch aus dem kleinen Dorf Neunkirch.

„Ich mache unverwechselbare, aber nicht unbedingt massentaugliche Weine. Ich will auch keinen intellektuellen Wein herstellen, sondern einen schlichten und einfachen Pinot Noir allerhöchster Qualität.“

Die feinsinnigen Pinot Noirs von Markus Ruch aus dem Klettgau zählen zu den interessantesten Weinen der Schweiz. Sie zeigen, was biodynamisch bewirtschaftete, karge, im Gleichgewicht befindliche Weingärten hervorbringen können, wenn sie von einem Winzer mit klarer Vorstellungskraft und kompromisslosem Qualitätsstreben bewirtschaftet werden – auch in einer sonst nicht eben für Top-Qualitäten bekannten Region. Man muss an das Potenzial der Weinberge und der Reben glauben und alles dafür tun, es auszuschöpfen.

Und genau das macht Markus Ruch, der jährlich Tausende Stunden allein in seinen Weinbergen verbringt und de facto jeden Rebstock "persönlich" kennt. Der in Bezug auf Eingriffe in natürliche Abläufe als Minimalist geltende Ruch ist einer der führenden Winzer der Schweizer Naturwein-Szene und auch weit über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt.

Ein Spätberufener

Der sympathische Quereinsteiger ist gelernter Bankkaufmann und als Winzer ein „Spätberufener“: Erst 2007 – nach Winzerausbildung und vielen Praktika, etwa bei den Schweizer Weinpionieren Christian Zündel und Werner Stucky, fand Ruch im Klettgau das Terroir seines Lebens für den Wein seines Herzens: Pinot Noir.

Das Klettgau, diese versteckte Ecke der deutschen Schweiz, liegt im Regenschatten zwischen Schwarzwald und Schweizer Jura, bietet karge, kalkhaltige Lehm- und Kiesböden, gut exponierte Hänge und einen kühlen, die Reben trocknenden Wind, die „Bise“.

„Ich habe lange gesucht, bis ich das passende Terroir für einen Wein nach meinen Vorstellungen gefunden habe. Böden und Klima hier im Klettgau sind grandios für den schwierigen und anspruchsvollen Pinot Noir“, sagt Ruch, der über das, was er tut, lange und gründlich nachdenkt.

Im Klettgau produziert Markus Ruch nun als „One Man Show“ auf lediglich 3,5 „Hektaren“ – wie die Schweizer sagen – aus jahrzehntealten Rebstöcken, einzigartige, schlanke, feine Pinot Noirs mit aromatischer Finesse und enormem Reifepotenzial.

400 Jahre alter Gewölbekeller

Ruchs Mini-Weingut ist in der sogenannten Zehntenscheune, einem alten bischöflichen Gutshof mitten im Dorf Neunkirch, untergebracht: ein 400 Jahre alter Gewölbekeller, klein, fein, übersichtlich – so wie die Jahresproduktion von etwa 12.000 Flaschen.

Die Weinbereitung selbst versteht der Winzer nicht als kreativen Prozess. Wichtig sind allein die Böden und die Trauben. Aus seiner Sicht ist der Wein „definiert“, sobald die Trauben gelesen sind. Die Arbeit im Weingarten ist ihm alles, die Kellerarbeit sieht er als Bewahrung und Akzentuierung der Terroir-Informationen, die die Trauben von Natur aus in sich tragen.

Den ursprünglichen Charakter bewahren

„Ich vinifiziere meine Weine auf handwerkliche, traditionelle Art. Der bewusste Verzicht auf moderne Technologien bei der Vinifikation ist die Basis für Weine, in welchen sich die kalkhaltigen Lehm- und Kiesböden und das besondere Klima des Klettgaus widerspiegeln. Mein Ziel ist es, die Weine so zu belassen wie sie sind, und sie so zu begleiten, dass sie ihren ursprünglichen Charakter bewahren.“

WEINE VON MARKUS RUCH BEI WAGNER

• Klettgau Amphore

Einer der ersten Orange Wines der Schweiz! Müller-Thurgau, in der Amphore auf der Maische vergoren, ungeschwefelt, "ganz ohne kitschigen Muskatton", wie der Winzer sagt. Aromen von Kräutern und Rosenblättern, am Gaumen klar, gradlinig und frisch.

• Pinot Noir Hallau Chölle

Dieser Pinot Noir stammt aus der "Chölle", einer Südostlage in Hallau. Die knorrigen, mehr als 70 Jahre alten Reben wurzeln tief in einem schweren, kalkhaltigen Lehmboden und produzieren nur noch geringe Erträge. Die Trauben gären spontan einen Monat lang mit wilden Hefen in Holzgärständern. Der Wein reift je nach Jahrgang 12 bis 18 Monate in 228 l- Burgunder-Fässern und wird unfiltriert abgefüllt.

• Pinot Noir Gächlinger Schlemmweg

Trauben aus dem gleichnamigen, bereits im 14. Jahrhundert als wertvolle Einzellage erwähnten, nach Süden exponierten Weinberg, der zu den interessantesten im Klettgau zählt; etwa 60 Jahre alte Reben, Ton-Mergelboden mit Muschelkalk, in Holzgärständern spontanvergoren, reift je nach Jahrgang 14 bis 18 Monate in gebrauchten 228 l-Burgunder-Fässern, unfiltriert abgefüllt.

• Pinot Noir Hallau Haalde

Ebenfalls ein "Cru", aus der steilsten Lage des Dorfes Hallau, der "Haalde", karger Kalk-Mergelboden, spontane Ganztraubenvergärung (mit Stielen), Reifung: ca. 15 Monate in gebrauchten 228 l-Burgunder-Fässern, unfiltriert abgefüllt.

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