Soave & Valpolicella – die Veneto-Klassiker

Corte Sant’Alda

Soave & Valpolicella – die Veneto-Klassiker

Das Weingut Corte Sant’Alda bietet die klassischen Veneto-Weine Soave und Valpolicella in hoher Qualität zu sehr vernünftigen Preisen: biodynamisch, lebendig, erfrischend, elegant. Der neue Jahrgang 2020 ist da!

Es gab Zeiten, da hatten Soave und Valpolicella unter qualitätsbewussten Weintrinkern hierzulande nicht eben den besten Ruf: Zu viele flache, langweilige und billige Exemplare dieser Veneto-Klassiker wurden in Supermärkten und Pizzerien angeboten.

Natürlich wusste auch Marinella Camerani um dieses Bild der Veneto-Weine im Ausland und zögerte daher lange, ihre hochklassigen Produkte nach Österreich zu liefern, weil sie Bedenken hatte, sie würden dort nicht richtig präsentiert. Sie begrüßte uns am Beginn unserer Kooperation vor zehn Jahren mit den Worten: „Ich habe 20 Jahre auf Sie gewartet!“

Die Gründerin und Eigentümerin des Weingutes Corte Sant’Alda in den Hügeln nördlich von Verona gehört in dieser für Massenweinproduktion bekannten Region zu jenen lobenswerten Ausnahmewinzern, die sich kompromisslos der Qualität verschrieben haben. Sie schöpft das Potenzial ihrer Reben und Böden voll aus, verleiht ihren biodynamisch produzierten Weinen Identität und hebt sie aus der Masse der Veneto-Weine heraus.

Marinella produziert einige der interessantesten und anspruchsvollsten Weine der Region – neben Soave und Valpolicella auch Amarone und den süßen Recioto – und will diese nur an jemanden verkaufen, der Qualität zu schätzen weiß: „Ich will nicht, dass meine Weine in irgendwelchen Pizzerien landen, wo weder das Personal noch die Gäste eine Ahnung haben, was da wirklich im Glas ist.“

Weine mit Gefühl

Cameranis Weine sind anspruchsvoll, nicht vordergründig gefällig oder international gestylt, sondern frisch, fein, elegant, schlank, finessenreich. Der Soave ohnehin, aber auch Valpolicella und Amarone kommen nicht breit, plump oder süßlich-marmeladig daher.

Corte Sant’Alda-Weine sind stets absolut trocken, reintönig, komplex, bieten eine reife Frucht und ausreichende Säure, sodass sie ausbalanciert und gut trinkbar sind. Und, so Marinella, „es sind lebendige Weine, die Gefühle vermitteln und Gefühle wecken!“

Wie kam sie zu diesem für die Weine der Region nicht unbedingt typischen Stil? „Ich mag Pinot Noir aus dem Burgund sehr gerne. Ich mag Weine, die man gut zum Essen trinken kann.“

Von diesen Gedanken ausgehend, produziert Marinella Camerani Weine, die der Region und ihren Rebsorten höchste Ehre erweisen und zeigen, was hier möglich ist, wenn man mit Respekt für die Natur und mit kompromisslosem Willen zu hoher Qualität ans Weinmachen herangeht.

Weinbau im Selbststudium

Marinella war Quereinsteigerin, als sie 1986 den Entschluss fasste, Winzerin zu werden und das Ferienhaus ihrer Familie zum Weingut umzufunktionieren. Unbelastet von Wissen und Erfahrung ging sie mit der Unerschrockenheit und Unbefangenheit einer Anfängerin daran, aus den Trauben, die vor der Haustür wuchsen, Wein zu machen.

Die nach höchster Qualität strebende Autodidaktin studierte Lagen, Böden und Mikroklimata systematisch und wissenschaftlich. Sie wollte Stärken und Schwächen ihrer Weingärten kennenlernen, ließ zu diesem Zweck Bodenprofile erstellen, genaue Terroir- und Lagenkarten anfertigen, fragte erfahrene Winzer und Freunde, suchte Rat bei Agronomen und Önologen.

Umstellung auf biodynamisch

Von glühendem Pioniergeist beseelt, renovierte die Neo-Winzerin bestehende Weingärten, erwarb neue, stellte das alte, auf Masse abzielende Pergola-Reberziehungssystem schrittweise auf das qualitätsorientierte Guyot-Drahtrahmensystem um, passte die Pflanzdichte den jeweiligen topographischen Gegebenheiten der Lage sowie den Rebsorten an. Mitte der 1990er-Jahre stellte sie auf biodynamischen Weinbau um.

Heute zählt Marinella Camerani zu jener Handvoll von Spitzenwinzern im Gebiet Valpolicella, die biodynamisch arbeiten und hervorragende Qualität produzieren. Corte Sant’Alda war das erste Demeter-zertifizierte Bio-Weingut der Region.

Die resolute Winzerin bewirtschaftet mit ihrer Familie rund 25 Hektar Weingärten auf kargen Böden in Hanglagen. Die Parzellen sind mit den traditionellen Rebsorten der Region bepflanzt: Für den weißen Soave werden Garganega, Chardonnay und Trebbiano verarbeitet, für die Rotweine (Valpolicella, Valpolicella Ripasso, Amarone und Recioto) sind dies Corvina, Corvina Grossa, Rondinella und Molinara.

DIE WEINE VON CORTE SANT’ALDA

Soave „Vigne di Mezzane“

Garganega, Trebbiano, Chardonnay; mit Naturhefen teils in Holz, teils in Stahl spontanvergoren; liegt zur Flaschenfüllung auf der Hefe; anspruchsvoller Soave, schön zu trinken, einfach, aber nicht simpel, aufgrund der Kalk-Kreide-Böden mineralisch, salzig, etwas Mandel, ganz leichte Bitternote am Ende; gut mit Fisch, Risotto, Pasta.

Valpolicella „Ca’ Fiui“

Corvina Grossa, Corvina, Rondinella, Molinara; erfrischender Alltagswein, Trauben von jüngeren Reben, spontanvergoren in großen Holzbottichen, 6 bis 10 Monate Reifung; komplexe Aromen nach Gewürzen und roten Beeren.

Valpolicella Superiore Ripasso „Campi Magri“

Corvina, Corvina Grossa, Rondinella; eine etwas kräftigere Valpolicella-Variante aus Trauben von älteren Rebstöcken, spontanvergoren in großen Holzbottichen, im Februar des nächsten Jahres mit dem noch zuckerhaltigen Trester des Amarone ein zweites Mal vergoren, deshalb etwas höher im Alkohol, aber absolut trocken; 2 Jahre in 1.500 Liter-Kirschholzfässern gereift, komplexes, intensives Aromenspiel von reifen, roten und schwarzen Früchten, weich und gut balanciert.

Amarone della Valpolicella

Corvina, Corvina Grossa, Rondinella; sorgfältig selektionierte, hochreife Trauben in perfekter Qualität werden bis Februar in offenen Kisten in einem eigens dafür vorgesehenen Gebäude, dem „Fruttaio“, auf vollkommen natürliche Weise luftgetrocknet, verlieren dabei 60 % an Gewicht, dann werden die rosinenartig geschrumpften Trauben gepresst und in offenen Holzbottichen spontanvergoren (den Trester verwendet man für die zweite Gärung des Ripasso, siehe oben).

Der Amarone reift 4 Jahre in großen, gebrauchten Eichenfässern. Aufgrund dieser „Entstehungsgeschichte“ ist der Wein sehr konzentriert, bietet tiefe, dunkle, samtige Aromen nach Kompottkirschen, Dörrpflaumen, Kräutern, Gewürzen wie Zimt und Nelken, hat 15 bis 16 % Alkohol. Corte Sant’Aldas Amarone ist vollkommen trocken, fein, elegant, finessenreich, mit ausreichend Säure für angenehmen Trinkfluss.

Ein großer Wein zum Essen an Feiertagen und Wochenenden oder für ein großes Dinner, passt gut zu Gegrilltem und aromatischem Käse.

Recioto della Valpolicella

Der regionaltypische Süßwein entsteht aus Trauben, die vor der Verarbeitung mindestens 120 Tage auf speziellen Trocknungsvorrichtungen gelagert werden. Dabei steigt der relative Zuckergehalt der Trauben stark an. Auf Corte Sant'Alba werden die geschrumpelten Beeren im Februar gepresst. Der in 118-Liter-Eichenfässern spontan gärende Most wird dann aber – im Gegensatz zum Amarone – nicht durchgegoren. Der Wein reift 2 Jahre in den kleinen Fässern. Der nicht vergorene Zucker sorgt für einen vollen, warmen, samtig weichen Geschmack mit vielfältigen, parfum-artigen Aromen – bei nicht überschießender Süße.

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