WEINE WIE SEIDE

AMPELEIA, TOSKANA

Weine wie Seide

Elisabetta Foradoris Weingut Ampeleia gehört zu den interessantesten in der Maremma. Die neuen Jahrgänge sind eben bei uns eingelangt: Ampeleia 2015 und Kepos 2016. Geschmeidige Weine, elegant, fein und fließend wie Seide.

Die Ampeleia-Weine kommen aus der Maremma, einem weniger bekannten Teil der Toskana, bieten viel Terroir-Charakter, verbinden vorzügliche Qualität mit einem klar definierten, eher auf Eleganz als auf Opulenz abzielenden Stil, und sind biodynamisch produziert.

Dazu kommt: Hinter Ampeleia steht die seit mehr als 25 Jahren für ihre unvergleichlichen Teroldego-Weine bekannte Trentiner Winzerin Elisabetta Foradori.

Vielfalt der mediterranen Kultur

2002 entwickelte sie gemeinsam mit ihren Südtiroler Freunden Thomas Widmann und Giovanni Podini die Idee für einen Wein neuen, eigenen Stils. Die drei wollten einen Wein schaffen, der die Vielfalt der mediterranen (Lebens)Kultur und Landschaft zum Ausdruck bringen, geschmeidig, elegant, fein und fließend wie Seide, dabei harmonisch, facettenreich, fruchtig, charmant, aber auch kräftig sein sollte.

Sie fanden schließlich in den wildromantischen Hügeln um Roccatederighi, einem malerischen Bergdorf nördlich von Grossetto in der Maremma, den idealen Platz, um ihre Vision zu verwirklichen. Diese „Coline Metallifere“ genannten Hügel verdanken ihren Namen den seit der Antike bekannten Kupfer- und Eisenvorkommen, die mineralische Noten im Wein begünstigen.

Der Tradition entsprechend

Vor Ampeleia gab es de facto nichts Vergleichbares in dieser Region, die im Gegensatz etwa zu Chianti nicht auf eine jahrhundertelange, hoch entwickelte Weinbautradition verweisen kann. Hier war Wein bis weit ins 20. Jahrhundert hinein buchstäblich eher ein Lebensmittel für Bauern, Schäfer, Land- und Minenarbeiter als ein Genussmittel für Fürsten, Kaufleute, Bankiers und Priester.

Die Ampeleia-Gründer erwarben ein kleines Podere, ein für die Bautradition dieses Landstriches typisches, sanft in die Landschaft eingefügtes, landwirtschaftliches Gut, und bauten es behutsam aus. Heute präsentiert sich das Weingut zurückhaltend, schlicht, funktionell. Auffällig: die wohltuende Abwesenheit jeglichen, sonst bei neuen Kellereien häufigen, neureich geprägten architektonischen Pomps.

Drei verschiedene Höhenlagen

Foradori und ihre Freunde zeigten sich begeistert von der Vielfalt der Böden, erkannten deren phänomenales Potenzial für einen vielschichtigen Wein und legten Rebgärten an – eingebettet zwischen Wäldern, Felsen, dem regionaltypischen Buschwerk der Macchia, Olivenhainen, Korkeichen und Viehweiden.

So werden heute auf insgesamt 33 Hektar und rund 50 weit im Umkreis verstreuten Parzellen in drei verschiedenen Höhenlagen verschiedene mediterrane Rebsorten für den Ampeleia und seinen „jüngeren Bruder“, den Kepos, kultiviert. Jede Sorte wurde nach detailliertem Studium der geologischen Gegebenheiten auf dem jeweils bestgeeigneten Boden gepflanzt.

• Ganz oben, auf 450 bis 600 m Höhe, liegen die als Ampeleia di Sopra bezeichneten Weingärten. Hier wächst auf vulkanischem Boden hauptsächlich Cabernet Franc. Er macht den Großteil der Ampeleia-Cuvée aus und sorgt für Frische, Eleganz, Frucht, Würze und Körper.

• Die auf mittlerem Höhenniveau von etwa 280 bis 350 m liegenden, unter Ampeleia di Mezzo zusammengefassten Weingärten bieten steinige, ton-, kalk- und eisenhaltige Böden. Hier wachsen hauptsächlich Sangiovese für den Ampeleia, und Alicante Nero für den Kepos.

• Ampeleia di Sotto, die am tiefsten – auf etwa 200 m Seehöhe – liegenden Weingärten, bieten mit ihrem wärmeren Mikroklima und von Fossilien und Kalk durchsetzten Böden hitzeliebenden, mediterranen Sorten wie Grenache und Mourvèdre gute Voraussetzungen.

Schlüssel zum Terroir

„Die einzelnen Sorten sind wie Schlüssel für die verschiedenen Terroirs, die wir hier haben. Gemeinsam als Cuvée ergeben sie Weine, die die Geschichte und Kultur der Region widerspiegeln, und die der bestmögliche Ausdruck der verschiedenen Böden und ihrer ökologischen Vielfalt sein sollen“, so Marco Tait, Önologe auf Ampeleia.

Gemeinsam mit der für die Verwaltung von Ampeleia verantwortlichen Simona Spinelli steht der Önologe für Kompetenz und Kontinuität: Beide sind seit dem Start des Weinguts 2002 dabei. Obwohl sie damals noch keine 25 Jahre alt waren, bekamen sie von den Gründern einen Vertrauensvorschuss, dessen sie sich absolut würdig erwiesen. Heute, nach 16 Jahren, ist Ampeleia fest in der internationalen Weinlandschaft etabliert, gilt als Garant für hohe Qualität und Weine, elegant, fein und fließend wie Seide.

Die Weine von Ampeleia

• Ampeleia (gr. ampelos = Rebstock)

Cabernet Franc mit etwas Sangiovese, 12 Monate in großen Holzfässern und Betontanks

• Kepos (gr. = Garten)

Alicante Nero und andere mediterrane Sorten, wie etwa Carignan, Selektion von Trauben aus mittleren und tiefen Lagen, 11 Monate in Betontanks