SCHIEFE PFÄHLE

04.12.18

Schiefe Pfähle


Auf der Tenuta di Valgiano bei Lucca produzieren drei Quereinsteiger biodynamische Weine im Weltklasse-Format, im Stil burgunder-artig, die Roten kühl und elegant, der Weiße spannend!


Quereinsteiger mögen vielleicht weniger Erfahrung haben als ihre in x-ter Generation tätigen Winzerkollegen. Aber sie sind auch unbelastet von familiären und regionalen Traditionen, können Neues wagen und ihre eigenen Wege gehen – wie die Tenuta di Valgiano in der Toskana.

 

Dieses relativ junge Weingut mit seiner für Italien untypischen Geschichte beweist einmal mehr, dass biodynamische Methoden Weine im Weltklasse-Format hervorbringen können, und dass man nicht mit Winzer-Genen geboren sein muss, um solche Weine zu produzieren.

 

Von Null weg zur führenden Kellerei in Lucca


Die Protagonisten dieser Geschichte sind Moreno Petrini und seine Lebensgefährtin Laura di Collobiano. Er stammt aus einer mailändischen Unternehmerfamilie in der Schuhindustrie. Sie kommt aus adeligem Haus in Turin und verkaufte in ihrem „ersten Leben“ Yachten an Superreiche.

 

Die beiden intellektuellen, umweltbewegten, weitgereisten, kosmopolitischen Großstädter erwarben 1993 eine Renaissance-Villa in den Hügeln bei Lucca, das dazu gehörende Weingut und die Weingärten.

Sie engagierten den gleichgesinnten Önologen Saverio Petrilli und begannen als eingeschworenes Team mit dem Neuaufbau des wunderschönen, damals wirtschaftlich aber am Boden liegenden Weinguts.

 

Schiefer Pfahl – Palistorti


Seither hat sich die Tenuta di Valgiano zur führenden Kellerei in der Region Lucca entwickelt. Wesentlich dazu beigetragen hat die seit 2001 praktizierte biodynamische Bewirtschaftung. Die traditionell und handwerklich produzierten Weine entsprechen auch international höchsten Qualitätsanforderungen, bestätigt durch eine Exportquote von 50%.

 

Doch als Moreno, Laura und Saverio 1993 begannen, sah die Sache anders aus. Aus den Weingärten mussten jede Menge Steine entfernt werden. Der Name zweier Weine weist darauf hin: „Palistorti“ heißt soviel wie „schiefer Pfahl“, eine Anspielung an die Schwierigkeit, die Stützpfähle senkrecht in den steinigen Boden zu schlagen.

 

Cuvées aus Sangiovese, Merlot, Syrah


Heute stehen rund 20 Hektar in Bewirtschaftung. Die wichtigste Sorte, der heimische Sangiovese, wird ergänzt durch Merlot und Syrah. Die weißen Rebsorten auf der Tenuta sind Vermentino, Trebbiano, Malvasia, Chardonnay und Sauvignon Blanc.

 

Der Palistorti Rosso, der Palistorti Bianco und der Top-Wein Tenuta di Valgiano sind Cuvées: „Sie sollen den Charakter der Region, des Weinguts und der Lagen ausdrücken, nicht den einer Rebsorte“, sagt Moreno Petrini. So haben sich auf Valgiano mit seinem spezifischen Boden und Mikroklima eben Sangiovese, Merlot und Syrah als die besten Partner für die beiden Rotweine herausgestellt.

 

Alberese – kalkhaltige Böden


Die Böden von Valgiano sind vielfältig: der kalkhaltige „Alberese“ ist ideal für die Aromen und Struktur des Sangiovese. Parzellen mit tonhaltigen Böden bieten dem Merlot gute Voraussetzungen, Eleganz und Finesse zu entwickeln, während sich Struktur und Parfum des Syrah am besten auf Sand- und Kieselsteinböden ausprägen.

„Bei unseren kargen, nährstoffarmen Böden und dem spezifischen Mikroklima brauchen wir über große Produktionsmengen gar nicht zu reden. In der Biodynamik schon gar nicht. An diesem Ort hier sind wir zur Qualität verdammt“, so der Önologe Saverio Petrilli.

 

Einfache Kellertechnik


Im Keller von Valgiano geht es sehr einfach zu: so wenig Technik wie möglich, schonende Weinbereitung ohne Pumpen, statt dessen Nutzung der Schwerkraft. Die Trauben werden vollständig entrappt und mit den Füßen gestampft, was für eine sanfte Extraktion der Farb-, Gerb- und Aromastoffe sorgt.

Den Most vergärt Saverio mit Naturhefen in Zementtanks, die Weine reift er teils in gebrauchten Barriques, teils in Zement. Selbst beim Flaggschiffwein Tenuta di Valgiano werden nur rund 15 % der Barriques jährlich erneuert, um den Geschmack des Weines nicht zu verfälschen.

 

Die Weine von Valgiano

 

• Palistorti Bianco

Vermentino, Trebbiano, Malvasia, Chardonnay, Sauvignon Blanc. Intensives, fruchtiges Aroma nach Grapefruit und Ananas, eine angenehme Frische und Säure, gute Struktur. Ein Weißwein mit Profil und Charakter, Ecken und Kanten!

 

Palistorti Rosso

70 % Sangiovese, 20 % Merlot, 10 % Syrah; konzentriert, intensive Frucht- u. Gewürzaromen, frischer Charakter, bereits jung gut zu trinken, legt mit den Jahren noch zu.

 

Tenuta di Valgiano

„Reserve“ aus den besten Trauben des Weinguts; 60 % Sangiovese, je 20 % Merlot, Syrah;

elegant, finessenreich, reife Aromen (Früchte, Gewürze, mineralisch, weiche Tannine; kann 20 Jahre und länger werden.

 

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