SPITZERBERG!

02.11.18

Spitzerberg!


Dorli Muhrs (Blaufränkisch)Weine vom Spitzerberg gehören zu den spannendsten Rotweinen Österreichs. Das heiße, trockene Terroir bringt Weine mit unvergleichlicher Aromatik, markanter Mineralität, seidiger Dichte und feiner Eleganz hervor.

 

Als kleines Mädchen verbrachte sie viel Zeit am Spitzerberg, während ihre Eltern dort im Weingarten arbeiteten. Damals ahnte Dorli Muhr noch nicht, dass sie viele Jahre später hier selbst einmal Weingärten bewirtschaften und Blaufränkisch-Weine erzeugen würde, die zu den spannendsten Österreichs zählen und hohe internationale Anerkennung finden.

 

Grand Cru Spitzerberg


Sie ahnte auch nicht, dass sie mit ihren Weinen vom Spitzerberg den Anstoß zur Wiederentdeckung dieses großen alten, aber lange Zeit im Dornröschenschlaf versunkenen Weinbergs in der niederösterreichischen Region Carnuntum geben würde. Rund 100 ha sind heute an diesem Berg mit Reben bepflanzt, früher sollen es einmal 1.000 gewesen sein! Gemeinsam mit zehn weiteren Winzern arbeitet sie beharrlich daran, den Spitzerberg zu einem Grand Cru zu machen.

 

Der Spitzerberg: enormes, aber jahrzehntelang kaum genütztes Potenzial für außergewöhnliche Weine. Ein aus der Ebene sanft bis auf 300 m ansteigender Hügel, der westlichste Ausläufer der Kleinen Karpaten, karge, mineralische Kalkböden.

Aufgrund der warmen Luft aus der pannonischen Tiefebene extrem trocken und heiß, kaum Niederschläge. Weinbau am Limit.

 

Erfüllung eines Herzenswunsches


Manchmal muss man lange Umwege gehen, um an jenen Ort zu gelangen, wo man eigentlich hingehört: Auf Dorli Muhrs Umweg lagen ein Dolmetsch-Studium, Gründung, Aufbau und (bis heute) Leitung einer sehr bekannten Wein-PR-Agentur in Wien, parallel dazu ein Weingutsprojekt in der Maremma, mehrere Jahre berufliches und privates Pendeln zwischen Portugal und Wien, die Geburt der Tochter.

 

2003 kehrte Muhr wieder an den Spitzerberg zurück, erfüllte sich einen lange gehegten Herzenswunsch, gründete mit ihrem damaligen Ehemann Dirk van der Niepoort ein Weingut und erwarb die ersten Weingärten am Spitzerberg.

 

Der portugiesische Winzer – Initiator und Master Mind vieler wichtiger Projekte – ist bis heute auf dem Weingut Muhr-van der Niepoort „unverzichtbarer Gaumen“, Kritiker, Ideen- und Ratgeber.

 

Flair einer Garage Winery


Dorli Muhr konzentrierte sich von Beginn an auf alte Reben, pflanzt aber auch neue Blaufränkisch-Weingärten wie etwa den „Liebkind“ – auf schwierigem Boden mit extrem niedrigen Erträgen.

In den Anfangsjahren von Gerhard Markowitsch mit Rat, Tat und Equipment unterstützt, arbeitet Muhr heute mit einem kleinen Team rund um den jungen Kellermeister Lukas Brandstätter und bewirtschaftet am Spitzerberg rund 12 ha mit 25 Parzellen in lupenreiner Südlage. Produziert werden die Weine in einer Halle in Göttlesbrunn, die den schnörkellosen Flair einer Garage Winery ausstrahlt.

 

Weinbau ist ein Generationenvertrag


Trotz aller bereits erzielten Erfolge, internationaler Anerkennung und einer beachtlichen Exportquote von rund 70 % sei vieles noch in der Entwicklungsphase. Die Winzerin gibt sich keiner Illusion hin: „Weinbau ist ein Generationenvertrag. Wir haben hier noch einige Jahre Aufbauarbeit vor uns.“

 

In ihren Augen ist der Spitzerberg ein Blaufränkisch-Grand Cru, ein einzigartiges Terroir, das man im Keller nicht verbessern, nur bewahren kann. Muhrs Ziel: „Ich möchte den Berg in die Flasche bringen – und die Herkunft des Weines soll man auch nach 15 Jahren Flaschenreife noch erkennen.“

 

Die klimatischen und geologischen Besonderheit des Spitzerberges, geringe Erntemengen, bis zu 60 Jahre alte Rebstöcke, eine sanfte, handwerklich geprägte Vinifizierung, Spontangärung, Reife in gebrauchten, vor allem großen Holzfässern – das sind die Komponenten für bemerkenswerte Weine von seidiger Dichte, frisch, mineralisch, klar, präzise, elegant, filigran, niemals opulent oder vordergründig, vielmehr schlank, aber lang, straff, dicht gewebt.

Die Kraft kommt nicht aus der Breite, sondern aus der Tiefe. Die Weine seien wie eine elegante, leichtfüßig tanzende Primaballerina. Muhr: „Es sieht zwar leichtfüßig aus, dahinter aber verbergen sich viel Spannung, Kraft und Präzision.“

 

Die Weine brauchen Zeit

Aufwendig und mit viel Herzblut produzierte Weine dieser anspruchsvoll-hintergründigen Stilistik brauchen naturgemäß mehr Zeit, sich zu entwickeln. „Diese Zeit will ich ihnen geben“, so Dorli Muhr. Sie bringt ihre Weine erst in den Handel, wenn sie trinkreif sind, was längere Lagerzeiten und -kosten bedeutet. „Wir produzieren ohnehin nur etwa 40.000 Flaschen jährlich. Da möchte ich, dass die Leute meine Weine erst dann trinken, wenn sie wirklich soweit sind.“

 

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