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Traminer total

Klassisch oder maischevergoren? Immer mehr Winzer zeigen, wie ungeahnt vielfältig die uralte Sorte Traminer in Bezug auf Geschmack und Stil sein kann. Entscheidend sind Herkunft, Terroir und Weinbereitungsmethode.

Während so gut wie alle Weintrinker mit Grünem Veltliner, Riesling oder Chardonnay etwas anfangen können, scheiden sich beim Gewürztraminer häufig die Geister. Viele sind skeptisch, verziehen gar das Gesicht, wenn von ihm die Rede ist.

Warum?

Der Gewürztraminer zeigt sich oft sehr aromatisch und eben würzig, mit Rosenduft, Aromen von Kräutern, Lavendel, Muskat. Manchmal mit Restsüße, ein wenig breit, fast üppig.

Liebhaber des klassischen Traminer-Stils mögen genau das, für andere macht diese Fülle ein bisschen zu viel Druck auf die Geschmacksnerven.

 

Traminer maischevergoren

Doch seit einiger Zeit gehen innovative Winzer vermehrt dazu über, Traminer mit längeren Maischestandzeiten auszubauen – so wie es auch bei Rotwein und Natur- bzw. Orange Wines üblich ist. Ergebnis: Beim ausgedehnten Kontakt des Mostes mit den Beerenhäuten werden aus diesen mehr Gerbstoffe (Tannin) extrahiert, die das kräftige Aroma ausbalancieren.

So entstehen frischere, leichter trinkbare Gewürztraminer, weit weg von „öligen“ Vertretern dieser Rebsorte. Das Tannin lässt die Weine lebendiger und frischer, nicht üppig wirken. Sie eignen sich hervorragend als Speisenbegleiter, etwa zu Käse, Currys und anderen exotischen Gerichten mit einer gewissen Schärfe.

 

Hochburg Südtirol

In Österreich wird Traminer auf nur 284 ha kultiviert (= 0,6 % der Rebfläche). Hochburg des Gewürztraminers ist Südtirol, wo die Sorte seit dem 11. Jahrhundert dokumentiert, aber wohl schon viel länger bekannt ist.

Den Traminer gibt es in den Spielarten Gelber, Roter und Gewürztraminer, die sich in Geschmack und Farbe zwar theoretisch nur wenig voneinander unterscheiden, praktisch aber stark von Terroir und Weinbereitungsmethode geprägt sind.

 

Breites Spektrum

Die bis dato kaum erahnte Bandbreite des Traminers zeigt sich gut im Vergleich: So etwa vergärt Martin Gojer auf seinem Weingut Pranzegg bei Bozen seinen Gewürztraminer zwölf (!) Tage lang inklusive Traubenstängel im großen Kastanienholzfass.

Gernot Heinrich treibt’s mit seinem Roten Traminer Freyheit auf die Spitze: Er belässt den spontanvergorenen Most gar 19 Tage auf der Maische, reift den Wein 14 Monate im großen Eichenfass auf der eigenen Hefe, füllt ihn dann unfiltriert und ohne Schwefel in Keramikflaschen ab.

Das ist kein Wein für alle Fälle. Vielmehr markiert er das eine Ende des breiten Traminer-Spektrums, an dessen anderem Ende die – sehr schätzenswerten – klassisch ausgebauten Sortenvertreter stehen, wie etwa die Weine der Südtiroler Kellerei Tramin.

Gut nachvollziehen lässt sich diese Geschmacks- und Stilvielfalt der Rebsorte mit unserem

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