Ein "etwas anderer" Sauvignon

Claude Riffault aus Sancerre

Ein "etwas anderer" Sauvignon

Neu bei Wagner: Das Weingut Claude Riffault aus Sancerre zählt mit seinem biodynamischen, präzisen, immens mineralischen Sauvignon zu den spannendsten Produzenten in dieser traditionsreichen französischen Weinbauregion.

Sauvignon Blanc ist heute nach Chardonnay die zweitwichtigste weiße Rebsorte der Welt und wird in vielen Weinbauregionen kultiviert. Als Ur-Heimat der Rebsorte, einer Zufallskreuzung aus Traminer und Chenin Blanc, gilt das französische Loire-Tal. Einer der Hot Spots für Sauvignon Blanc ist Sancerre, eine traditionsreiche Region, die weltweit Maßstäbe für diesen Wein gesetzt hat.

One of the most exciting estates

Unter den vielen Produzenten in Sancerre, die eine klassische, international beliebte und gefragte Stilistik pflegen, ragen einige heraus, die sich vom Mainstream absetzen und die regionstypischen Sorten – neben Sauvignon auch Pinot Noir – sehr individuell interpretieren. Zu ihnen gehört das Weingut Claude Riffault, dem auch die internationale Fachpresse Rosen streut. So etwa sagt der renommierte und einflussreiche US-Weinkritiker David Schildknecht, das Weingut " ... is now one of the five or six most exciting estates in the Sancerre appellation."

Der Betrieb wird von Stéphane und Bénédicte Riffault in 4. Familiengeneration geführt. Stéphane absolvierte ein Weinbaustudium in Beaune, arbeitete danach auf verschiedenen Weingütern in Burgund und Bordeaux. Anfang der 2000er-Jahre kehrte er auf das Weingut seiner Familie zurück, übernahm nach und nach Verantwortung und Aufgaben, schließlich auch die Leitung des Betriebes von seinem Vater Claude, nach dem das Weingut seinerzeit benannt wurde. 2016 schloss Stéphane die Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung ab – in der Region Sancerre nach wie vor eine Ausnahme.

Typische Vignerons

Das Weingut, ein kleiner, schlichter, holzverschalter Bau im ortsunüblichen Stil, liegt im verschlafenen Dorf Sury-en-Vaux, in der Nähe des Städtchens Sancerre. Stéphane und seine ebenfalls aus einer Winzerfamilie stammende Frau Bénédictesind typische Vignerons, also Weinbauern, die im Weingarten und Keller handwerklich und in kleinem Maßstab arbeiten. Sie bewirtschaften rund 14 ha Rebfläche, verteilt auf mehr als 30 Einzelparzellen. 75 % entfallen auf Sauvignon Blanc, der Rest auf Pinot Noir.

Das Weinbaugebiet Sancerre umfasst rund 2.570 ha. Die Weingärten liegen hauptsächlich auf 200 bis 300 m hohen Hügeln. Im Osten der Region dominiert Feuerstein (Silex) das Terroir und begünstigt mineralische, langlebige Weine. Im Nordwesten, im Gebiet der Les Caillotes, ist der Boden von Mergel und Kies geprägt. Hier fallen die Weine fruchtiger aus. Und im Südwesten, auf den Terres Blanches, den "weißen Böden", herrschen Kalk und Ton vor, was in tiefgründigen, langlebigen Weinen resultiert.

Aus seiner Zeit in Burgund hat Stéphane Riffault die Kunst auf sein Weingut mitgebracht, den Charakter der einzelnen Lagen in den Weinen herauszuarbeiten, wie etwa der Sauvignon Les Boucauds zeigt.

Untypische Stilistik

Mit der Übernahme des Betriebes durch Stéphane und Bénédicte und der Umstellung auf Biodynamik kristallierte sich auch eine für das Weingut neue und für die Region untypische Stilistik heraus: Es sind sehr geradlinige, "vertikale" Weine, die wenig mit herkömmlichen, "horziontal" angelegten Sancerres zu tun haben. Statt sonst üblichen Aromen nach Stachelbeeren, Schwarzen Ribiseln, grünem Paprika und frischem Gras findet man in Riffault-Weinen eher gelbfruchtige, würzige Noten.

Die Weine sind glasklar, sehr präzise, immens mineralisch und lebendig, kombiniert mit fast cremiger, eleganter Frucht. Aufgrund des Ausbaus in Edelstahl- und Betontanks bzw. in großen, gebrauchten Holzfässern sind Riffault-Weine frei von Holznoten.

Die Flaschenetiketten sind in ihrer extremen Schlichtheit kaum zu übertreffen – und gerade deshalb schon wieder auffällig.

Weine von Claude Riffault bei Wagner

Mosaique Calcaire 2022

Der „Einstiegs-Sauvignon“ des Weinguts kommt aus verschiedenen Parzellen mit kalkigen Böden und bis zu 50 Jahre alten Reben; Spontanvergärung im Edelstahl, 8-monatiger Ausbau teils in Edelstahl-, teils in Betontanks.

Weiße Blüten, Aromen von Zitrus, Birnen, Marillen, Pfirsich, Kräutern, saftig, gleichzeitig mineralisch, klar, präzise, frische Säure.

Les Boucauds 2022

Dieser Sauvignon bringt den Stil und die Philosophie von Riffault auf den Punkt: aus der Einzellage Les Boucauds, typische Terres Blanches-Böden mit viel Kalk und Ton, bis zu 50 Jahre alte Reben, Spontanvergärung und 7- bis 8-monatige Reifung teils in Stahltanks, teils in großen Holzfässern. Sehr präsente, aber nicht vordergründig breite Fruchtaromen, weiße Blüten, saftig, rund, dicht, engmaschig, feiner Schmelz, gleichzeitig viel Mineralität, Präzision und kristalline Säure.

La Noue 2021

Ein seltener Pinot Noir aus einer klassischen Weißweinregion, bis zu 60 Jahre alte Reben auf kalkigen Böden, Spontanvergärung in Stahltanks, 16-monatige Reifung teils in Stahltanks, teils in gebrauchten 600-l-Holzfässern. Kühl, herb, elegantes hellrotes Aromenspektrum (Weichsel, rote Ribisel ...), sanft würzig, intensiv, aber nicht opulent; straff, mineralisch, angenehme Säure.

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