Weingut des Monats November 2021 - Wachter-Wiesler

20% Rabatt im November

Handgemenge im Südburgenland

Die Namen Reihburg, Ratschen und Saybritz stehen für hervorragende Blaufränkisch-Lagen im Südburgenland. Dort, in Deutsch Schützen und am Eisenberg, produziert Christoph Wachter einige der wohl spannendsten Weine aus DER österreichischen Qualitätsrotweinsorte. Weniger bekannt: Seine beachtlichen, unkonventionellen Weißweine wie Olaszrizling, Alte Reben Weiß und Rodedel. Neu: Die Einstiegs-Kollektion "Handgemenge": spaßbetont, hemdsärmelig, leichtfüßig und preiswert!

Wachter Wiesler ist auch unser Weingut des Monats: Den ganzen November 2021 hindurch gibt's auf alle Weine 20 % Rabatt! 

Blaufränkisch ist anspruchsvoll. Er will mit Sorgfalt behandelt werden, um zur Höchstform zu gelangen. „Aber er kann’s“, sagt Christoph Wachter vertrauensvoll, „er hat das Potenzial und unsere Böden hier am Eisenberg geben es her. Es liegt an uns, das Bestmögliche daraus zu machen. Dazu muss man nichts Neues erfinden und schon gar nicht andere Spitzenweine imitieren.“ 

Und, so der junge Winzer aus dem südburgenländischen Deutsch Schützen weiter: „Hier in unserer Region ist alles klein strukturiert, die Weingüter sind klein, die Rebfläche am Eisenberg ist klein und lässt sich nicht erweitern. Hier wird’s nie Massenproduktion geben.“ 

Obwohl erst Anfang Dreißig, sagt Wachter abgeklärte, beinahe altersweise Sätze wie: „Man muss Geduld, und auch ein wenig Demut vor dem Wein haben. Man sollte sich auf das Bauchgefühl verlassen und darf nicht nervös werden, etwa wenn die Spontangärung unregelmäßig abläuft. Man muss dem Wein Vertrauen schenken und ihm Zeit geben, sich zu entwickeln.“ 

Solche Aussagen sind nicht nur auf Erfahrung gegründet, sondern auch typisch für die behutsame, zurückhaltende, fast defensive Art, mit der der Winzer an das Weinmachen herangeht. 

Beerenfrucht & Kräuterwürze

Bei allen Erfolgen innerhalb von nur wenigen Jahren ist Wachter bodenständig, erd- und regionsverbunden geblieben, samt prägnantem südburgenländischen Dialekt. Er hat in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, das 200 ha kleine Weinbaugebiet Eisenberg fest auf der Weinlandkarte und in den Köpfen der Blaufränkisch-Fans zu verankern. 

Seine puren, ungeschminkt klaren Weine zählen zum Besten, was diese vom pannonischen Klima – trockene, heiße Sommer, kalte, windige Winter – geprägte Region hervorbringt.

Die Weine sind lebendig, bieten viel mineralische Frische und ein schönes Säurespiel. 

Dazu kommen: dunkle Beerenfrucht, kühle, kräuterig anmutende Würze, feine, reife Tannine, packende Energie, große Eleganz und viel Finesse. Und das alles ohne jegliche Holznote. 

Vom Einstiegs-Blaufränkisch Béla-Jóska bis hin zu den "Crus" Ratschen, Weinberg, Reihburg und Saybritz: Die Weine sind niemals laut, opulent, überladen oder vordergründig. Im Gegenteil: „Das ganze Potenzial erschließt sich nicht unbedingt sofort. Viele feine Geschmackssnuancen entwickeln sich langsam erst im Glas“, so Wachter. 

Auf den Weinberg hören

Nach der Rückkehr von Praktika im Ausland, etwa in Portugal und Südafrika, stieg der damals 20-jährige Christoph 2008 in den Betrieb seiner Eltern ein, die ihrerseits bereits zu den besten Blaufränkisch-Produzenten der Region zählten. Seit 2010 trägt Christoph die Hauptverantwortung für den nach den beiden Gründerfamilien Wachter und Wiesler benannten Familienbetrieb. 

Inspiriert von seinen Auslandserfahrungen und unterstützt von der Großfamilie entschied der Jungwinzer, die Arbeitsweise auf dem 16 ha großen Weingut (80 % davon Blaufränkisch) radikal und konsequent zu ändern: Verzicht auf Chemie im Weingarten und Keller, Spontanvergärung mit Naturhefen und langsame Reifung in großen Holzfässern (600 bis 3.000 l), weg vom Barrique, so wenig Schwefel wie möglich, keine Schönung und Filtration der Weine. Logische Konsequenz: Auch der Stil der Weine veränderte und verfeinerte sich. 

Der Boden müsse gesund sein, damit sich die Rebe wohl fühle und in Balance ist, sagt der Winzer. Dann produziert sie von sich aus die richtige Menge an Trauben mit der richtigen Reife, und man brauche gar nicht großartig den Ertrag zu reduzieren. 

Das Ziel sei Harmonie im Weinberg. Wachter: „Zu diesem Zweck muss man auf den einzelnen Weinberg hören, jede Riede individuell behandeln und bewirtschaften, dem Boden und dem Rebstock zur richtigen Zeit das Richtige geben – oder eben in Ruhe lassen.“ Denn: „Ich möchte gesunde Reben, reife, aber keine überreifen, zu süßen Trauben, keine hohen Alkoholwerte und keine Opulenz im Wein.“ 

Seit 2018 offiziell „bio“

Die Umstellung auf Bio-Weinbau ist abgeschlossen, seit dem Jahrgang 2018 sind die Weine entsprechend zertifiziert. Wachter: „Dank der biologischen Bewirtschaftung kommt der Charakter der jeweiligen Lage bzw. der Unterschied zwischen einzelnen Lagen noch deutlicher im Wein zum Ausdruck.“ 

So fallen die Weine aus den flacheren Deutsch Schützener Lagen aufgrund der schweren, tiefgründigen Lehmböden eher erdig und dunkel, wenn man so will „maskuliner“ aus. 

Die Weine vom Eisenberg mit seinen kargen Böden aus Grünschiefer und Eisen dagegen erscheinen schiefrig, kristalliner, heller, zarter, feingliedriger. „Grünschiefer und Eisen: Diesen Boden gibt es in ganz Österreich nur hier und in den Hohen Tauern. Aber dort wird kein Wein gemacht“, sagt Wachter schmunzelnd über den sich mit beachtlicher Steilheit bis in 400 m Höhe erhebenden Eisenberg. 

DIE WEINE VON WACHTER WIESLER BEI WAGNER 

Béla-Jóska: Der beeindruckende Einstiegswein und die Visitenkarte des Weinguts, benannt nach den Vornamen der beiden Großväter von Christoph Wachter. Kühl, puristisch, klassisch, guter Speisenbegleiter, preiswert. Ein für die Region und den Stil Wachters typischer Blaufränkisch. 65 % Deutsch Schützen (eisenhaltiger Lehm) 35 % Eisenberg (Grünschiefer), in Holzgärständern vergoren, 18 Monate gereift in traditionellen, großen Holzfässern (600 bis 3.000 Liter). 

Handgemenge: Diese neue Serie (weiß, rot, rosé) ist ein Paradebeispiel für Wachters "Tag- & Nacht-Trink-Weine", unkompliziert, einfach zugänglich, spaßbetont, hemdsärmelig im Stil, leichtfüßig, wenig Alkohol. Die Weine sind jeweils aus mehreren Sorten cuvéetiert.

ORTSWEINE: Die Village-Weine von Wachter Wiesler sind Botschafter des Terroirs von Deutsch Schützen und des Eisenbergs. Mit Finesse, Sortentypizität und Lagerpotenzial. Gutes Preis-Genuss-Verhältnis auf hohem Blaufränkisch-Niveau. Spontan vergoren in Holzbottichen und Stahltanks, 22 bis 24 Monate in 600- und 1500-l-Fässern gereift, unfiltriert. 

• Deutsch Schützen 100 % Blaufränkisch, Weingärten am Deutsch Schützener Berg: Rieden Weinberg, Ratschen und Bründlgfangen. Eisenhaltiger Lehmboden mit Kies und Sand. 

• Eisenberg 100 % Blaufränkisch, Weingärten am Eisenberg. Aus den Rieden Fasching, Saybritz und Hummergraben. Eisenhaltiger Grünschiefer mit Lehmauflage.  

LAGENWEINE: Die Top-Klasse des Weinguts, 100 % Blaufränkisch aus hervorragenden Einzellagen, alte Reben, spiegeln das Terroir ihrer Herkunft wunderschön wider, spontan vergoren, etwa 2 Jahre in großen Holzfässern (bis 2.000 Liter) gereift, unfiltriert abgefüllt, jahrzehntelanges Lagerpotenzial. 

• Ried Ratschen Blaufränkisch aus der Nord-Ost ausgerichteten Ried Ratschen am Deutsch Schützener Berg mit sandigem Lehm, Sand und Kies. 

• Ried Weinberg Blaufränkisch aus der Ried Weinberg auf einer Seehöhe von 250 bis 300 m in Deutsch Schützen; humushaltiger, tiefgründiger, eisenhaltiger Lehm.

• Ried Reihburg (limitiert auf 3 Fl. pro Kunde/Bestellung) Blaufränkisch aus der Ried Reihburg am Fuß des Eisenbergs. Sandiger Lehm (Schluff), Quarz, Glimmer, 280 bis 300 m Seehöhe. 

• Ried Saybritz (limitiert auf 3 Fl. pro Kunde/Bestellung) Blaufränkisch, aus süd-, südostausgerichteten, steilen Weingärten im Eisenberg; Grünschiefer, stellenweise mit humosem Lehm bedeckt.  

JULIA

Ganz eigenständig in Wachters Rotweinsortiment ist Julia, die Blaufränkisch-Merlot-Cuvée mit dem Namen der Tochter des Hauses; charmant-feines Aroma, am Gaumen mit fülliger und fein integrierter Tanninstruktur, Brombeernoten, feine Merlotwürze, zart rauchig-tabakig, angenehme Fruchtsüße, frisch und lebendig.

WACHTERS WEISSE

Obwohl in erster Linie für seine Rotweine bekannt, hat sich Christoph Wachter vor einiger Zeit auch den Weißweinen zugewandt – mit einer für ihn typischen, außergewöhnlichen Stilistik: bewusst im „altmodischen“ Stil bereitet, spontanvergoren, etwas längere Maischestandzeiten, im großen Holzfass gereift, vielschichtig, knochentrocken.

• Olaszrizling: unkonventionelle Welschriesling-Interpretation, aus 15 bis 30 Jahre alten Reben im lehm- und schieferreichen Eisenberg, spontan vergoren im Stahltank, 12-monatiger Ausbau im großen Holzfass, unfiltriert abgefüllt, tiefgründig, reif, vollmundig, salzig, aromenreich, würzig, vielschichtig. 

• Rotedel: spontan vergorener Traminer, 7 Tage auf der Maische, 14 Monate im großen Holfzfass.

• Alte Reben in Weiß: große Cuvée mit hauptsächlich Welschriesling, ein Jahr im großen Holzfass gereift, salzig, breit, würzig, Trockenfrüchte, milde Säure, weich im Mund, ein Hauch von Zimt, Calvados, Cidre und Kardamom, Naturweinanklänge, aber kein Orange Wine.

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